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Zoran - Mein Neffe, der Idiot

Zoran - Mein Neffe, der Idiot

Tragikomödie um einen Säufer, der sich plötzlich um seinen geistig zurückgebliebenen Neffen kümmern muss.

Jetzt im Kino: Mein Onkel, das versoffene Scheusal - "Zoran"13.09.2015

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Jetzt im Kino: Mein Onkel, das versoffene Scheusal - "Zoran" --

01:58 min

Zoran, il mio nipote scemo
Italien

Regie: Matteo Oleotto
Mit: Giuseppe Battiston, Rok Prasnikar, Teco Celio

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

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16.06.2014
  • von Klaus-Peter Eichele

Paolo zählt zu jener Sorte Mensch, um die man besser einen Bogen macht. Spätestens am frühen Nachmittag schlägt der ungepflegte Fettwanst in der Kaschemme seines norditalienischen Heimatdorfs auf, wo er sich volllaufen lässt und anderen Gästen mit seinem aufdringlichen Geschwätz den Feierabend verdirbt. Die wenigen Menschen, die sich mit dem Stinkstiefel noch abgeben, bereuen das meist bitter: So stiehlt er seiner Ex-Frau, die ihn aus Mitleid zum Essen einlädt, die Höschen aus der Kommode; seinen Arbeitskollegen, einen trockenen Alkoholiker, provoziert er Gaudi halber zu einem Rückfall.

Als die Nachricht vom Tod einer slowenischen Tante einläuft, hat Paolo nur einen Gedanken: Was gibt’s zu erben? Statt Geld findet er vor Ort aber nur den 16-jährigen Zoran, um den er sich als einziger Verwandter nunmehr zu kümmern hat. Paolos Missmut verfliegt aber schnell, als sich herausstellt, dass der geistig zurückgebliebene Junge ein Meister im Umgang mit Dartpfeilen ist.

Alle Zutaten des Films laufen darauf hinaus, dass der kleine Kerl das egozentrische Scheusal zum verantwortungsbewussten Samariter bekehrt. Aber so einfach macht es uns Debüt-Regisseur Matteo Oleotto nicht. Es bleibt vielmehr bis zum Anschlag offen, ob hinter der Schale eines durch und durch asozialen Ekels ein weiches Herz zum Vorschein kommt. Auch ist schwer zu entscheiden, ob Paolos Versuche, seinen Schutzbefohlenen in Ausbeuter-Manier zur Geldmaschine umzumodeln, zum Lachen oder zum Gruseln sind.

Fans schematischer Wohlfühlfilme dürften mit diesen Schwebelagen nicht recht glücklich werden. Wer die belgische Säufer-Tragikomödie „Die Beschissenheit der Dinge“ mochte, ist hier aber goldrichtig.

Die italienische Variante von „Rain Man“ – aber erheblich ungehobelter als das Original.

Spielplan

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16.06.2014, 12:00 Uhr | geändert: 03.07.2014, 12:00 Uhr

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Ich bin geschockt, was da über die Leinwand geht. Das ist das reinste Abschlachten und Abmetzeln. Hier gibt es keine Tabus und keine Grenzen. Und man wurde hier auch als Kinobesucher nicht vorgewarnt. Ein Film ab 16! Ich kenne viele andere Filme von Tarantino und weiß, dass Gewalt stets eine recht zentrale Rolle in seinen Filmen spielt. Aber dieser neue Film hier ist schlichtweg einfach krank und gehört ganz schnell raus aus den Kinos.
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