Spieletipp: DiRT Rally

Wo Spielen fast schon harte Arbeit wird

Von SKLUG

Der Name Codemasters ist wohl für immer mit dem virtuellen Rallyesport verbunden. Die Briten machten das Genre für eine breite Masse zugänglich.

Wo Spielen fast schon harte Arbeit wird

Doch je breiter die Masse wurde, desto gefälliger zeigten sich die immer neu erscheinenden Ralley-Spiele. Damit ist jetzt Schluss. "DiRT Rally" steht für die Rückbesinnung auf das, was den Rallyesport ausmacht: der einsame Kampf des Fahrers gegen die Uhr. Sechs Schauplätze, die auch im realen WRC-Kalender gelistet sind, dürfen streckenweise befahren werden. Darunter Klassiker wie Monte Carlo oder Pikes Peak als Sonderevent. Dabei stellen die Programmierer dem Spieler nur Anfangs ein Gefährt vor die Tür, wahlweise den Mini Cooper S oder den Lancia Fulvia HF. Denn chronologisch richtig beginnt die Fahrerkarriere bei den Anfängen der Ralley-Events. Und schon hier zeigen sich alte Codemasters-Tugenden. Bissige Motoren, alptraumhafte Lastwechselreaktionen und natürlich kein wählbarer Schwierigkeitsgrad. Dazu warten Streckenprofile, die alles andere als Sonntagsfahrten versprechen. Die Spielerei wird recht schnell fast schon zur harten Arbeit. Wohl nie war das virtuelle Rallye-Erlebnis dem realen so nahe. Wer in die Cockpit-Perspektive wechselt und den Ton über ein 5.1-System laufen lässt sitzt defacto ja auch wirklich mittendrin.

Das die Entwickler dazu fast perfekte grafische Ansichten präsentieren, erhöht diesen Effekt. Hier sind es die Kleinigkeiten, die das Ganze vollenden. Von herumfliegenden Schotter bis zu eingeschränkter Sicht durch zerstörte Lampen nach Crashs, es sieht echt aus. Mensch und Maschine werden eins. "DiRT Ralley" ist kein Game für zwischendurch, aber eines, das einen sehr lange begleiten kann.


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14.05.2016 - 06:00 Uhr