Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Schlossbergtunnelsanierung und Poststraßenumbau

Wie die Stadt Tübingen den Verkehr bewältigen will

Muss es sein, dass die Poststraße ausgerechnet dann umgebaut wird, wenn auch der Schlossbergtunnel saniert wird? Die Stadtverwaltung kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Poststraßensperrung wird den Stau, der durch die Tunnelsanierung entsteht, nicht verstärken.

07.02.2013

Tübingen. „Es ist klüger, die Poststraße zu sperren, während der Tunnel saniert wird, als danach.“ Zu diesem Schluss kommt Baubürgermeister Cord Soehlke, nachdem er dem Problem auf den Grund gegangen ist. Dafür hat er sich die geplante Verkehrsführung im Zinserdreieck während der Poststraßensperrung noch einmal vorgeknöpft und macht nun Änderungsvorschläge. Die sollen aber noch mit den Anwohnern, im Planungsausschuss und im Gemeinderat besprochen werden.

Die meisten Autofahrer, davon sind sowohl das Regierungspräsidium als auch Soehlke überzeugt, werden nach wie vor durch den Tunnel fahren. Von den täglich 39 000 Autos und Lastwagen werden nur zehn bis 15 Prozent ausweichen. Wer also weicht wohin aus und wie stark sind welche innerstädtischen Straßen durch die Poststraßensperrung zusätzlich belastet?

Von Rottenburg nach Lustnau:

Bisher kann man am Bahnhof vorbei über die Poststraße, Friedrichstraße in die Mühlstraße und weiter nach Lustnau fahren. Das geht nun nicht mehr, weil nach dem Hauptbahnhof für Autofahrer Schluss ist. Wer trotzdem einfährt, muss hinterm Busbahnhof am Postgebäude vorbeifahren und nach links zurück in die Europastraße. Nur Anlieger dürfen am Bahnhof weiterfahren: Sie biegen nach links in die Karlstraße ein, dürfen dann aber nicht geradeaus in die Mühlstraße fahren, sondern müssen rechts in die Friedrichstraße abbiegen. Es bleibt also nichts anderes übrig, als vor dem Bahnhof auf die B 28 zu fahren. Dort wird für Einfädler eine Extraspur eingerichtet, ähnlich einer Autobahnauffahrt nach einer Baustelle.

Von der Blauen Brücke nach Rottenburg:

Von der Blauen Brücke kommend geht es am Ende der Friedrichstraße für den Individualverkehr nur noch nach rechts auf die Neckarbrücke. Der Schlenker am Trautwein-Eck ist für Autos tabu. Das heißt, dass alle Autos und Lastwagen auf der B 28 bleiben und von dort auf die Landesstraße nach Rottenburg fahren müssen.

Von Reutlingen oder Rottenburg nach Lustnau:

Geht nach wie vor auf der Strecke durch die Innenstadt: Blaue Brücke, Friedrichstraße, Mühlstraße. Die Stadt rechnet damit, dass auf dieser Achse mehr Verkehr sein wird und ändert die Grünphasen auf der gesamten Strecke, um das Nadelöhr Lustnauer Tor nicht zu verstopfen. Diese Kreuzung hat sich als schwächster Punkt auf der Strecke zwischen Blauer Brücke und Lustnau herausgestellt.

Zur Rappenberghalde:

Die Zufahrt über die Friedrich- und die Europastraße ist nicht möglich. Der Vorschlag, die Uhlandstraße zu öffnen, wurde verworfen, weil diese Straße wegen der Baustelle am Uhland-Gymnasium zu eng ist. Es bleibt nur die Strecke über die Hegelstraße (B 28) und von dort über den Abzweig Richtung Rottenburg/Bahnhof zur Alleenbrücke.

Neu in der jetzigen Planung ist die Anwohnerstrecke von der Post über die Karl- in die Friedrichstraße. Als Anlieger gelten alle, die auf dieser Strecke etwas zu erledigen haben, also auch diejenigen, die vor dem Kaufhaus Zinser oder im Neckarparkhaus parken wollen.

Die Mühlstraße während des Poststraßenumbaus in beide Richtungen zu öffnen, kommt für Soehlke nicht in Frage. Durch den starken Busverkehr in der Mühlstraße und die Bushaltestellen auf der Neckarbrücke würde es zu Staus kommen.

Info: Über die geplante Verkehrsführung informiert die Stadtverwaltung am Dienstag, 5. März, 20 Uhr, im Casino.

Wie die Stadt Tübingen den Verkehr bewältigen will
Nutzen Sie die (gestern Nachmittag völlig leere) Poststraße, solange sie noch auf ist: In zwei Monaten wird sie dicht gemacht, trotz der Sanierung des Schlossbergtunnels. Ein Verkehrschaos bricht deshalb aber nicht aus, sagt die Stadtverwaltung. Trotzdem hat sie bei der Verkehrsführung im Zinserdreieck nachgebessert. Bild: Sommer

Wie die Stadt Tübingen den Verkehr bewältigen will
Die gestrichelte Linie zeigt den Anliegerverkehr, die blauen Linien mit den Pfeilen symbolisieren die Verkehrsführung für den Individualverkehr.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

07.02.2013, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 
Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb

Bierkeller

Der Bierkeller, die kultige Studentenkneipe unter der Mensa Wilhelmstraße, könnte den Umbauplänen für den Tübinger Tal-Campus zum Opfer fallen. Was soll mit dem Bierkeller geschehen?
619 abgegebene Stimmen
Heute meistgelesen
Facebook sperrte Boris Palmer wegen „Mohrenkopf“-Posts Social-Media-Zwangspause für den Tübinger OB
Verbrechen: Wurde das Opfer verwechselt? Festnahmen nach tödlichem Schuss in Hechingen
Täter ist flüchtig / Roter Kleinwagen gesucht Nur ein Schuss aus fahrendem Auto tötet 22-Jährigen
Wirtschaft im Profil


In der aktuellen Ausgabe des Business-Magazins Wirtschaft im Profil : Medizintechnik - Schrittmacher der Region Neckar-Alb
Neueste Artikel
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-0
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934166
wip@tagblatt.de

Zum Kontaktformular