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Wie der Wind sich hebt

Wie der Wind sich hebt

Japans Animé-Großmeister Hayao Miyazaki (Prinzessin Mononoke) erzählt die wahre Geschichte eines legendären Flugzeugpioniers aus seiner Heimat.

Jetzt im Kino: Er träumt vom Fliegen und baut Bomber - "Wie der Wind sich hebt"

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Jetzt im Kino: Er träumt vom Fliegen und baut Bomber - "Wie der Wind sich hebt" --

02:13 min

Kaze tachinu
Japan

Regie: Hayao Miyazaki


- ab 6 Jahren

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22.07.2014
  • Klaus-Peter Eichele

Das Kampfflugzeug Mitsubishi Zero brachte tausendfach den Tod über chinesische Städte und US-amerikanische Militärstützpunkte. Es war die Wunderwaffe der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg, kraft der das imperialistische, mit Nazi-Deutschland verbündete Regime einige Jahre lang von Sieg zu Sieg eilte. Der Film über ihren Konstrukteur Jiro Horikoshi ist freilich keine kritische Doku oder ein düsteres Kriegsdrama, sondern ein Trickfilm im japanischen Animé-Stil, fabriziert vom weithin kultisch verehrten Hayao Miyazaki.

Nach vielen märchenhaften Geschichten („Chihiros Reise ins Zauberland“, „Prinzessin Mononoke“) hat der Altmeister erstmals einen Filmstoff der Wirklichkeit entlehnt – und sich damit ein bisschen verhoben. Sein realer Held Jiro träumt von Kindesbeinen an vom Fliegen, muss sich aber wegen Kurzsichtigkeit mit der Konstruktion von Flugzeugen begnügen. In diesem Metier bringt es der gutmütige Kerl zu großer Meisterschaft – was ihn im im hochmilitarisierten Japan zwangsläufig zum Teil der mörderischen Kriegsmaschinerie macht. Diese an sich spannende Verstrickung handelt Miyazaki irritierend oberflächlich ab. Stattdessen macht er sich in epischer Breite Jiros naive Begeisterung für die Fliegerei zu eigen, deren Preis nicht die Mitschuld an tausendfachem Tod, sondern eine unerfüllte Liebe ist. Wenn den Helden am Ende das schlechte Gewissen plagt, dann nur wegen der schrecklichen Folgen des Kriegs für die eigene Heimat.

Die Bildgestaltung ist wie immer bei Miyazaki superb; die schaurige Sequenz über das Erdbeben, das 1923 Tokio verwüstet hat, zählt zu den stärksten seines Werks (und belehrt alle, für die Animé noch immer Heidi ist, eines Besseren). Über die inhaltlichen Schwächen kann die stilistische Virtuosität aber nur zum Teil hinwegtrösten.

Träumer und Todbringer: Zu treuherziger Trickfilm über einen zwiespältigen Volkshelden.

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22.07.2014, 12:00 Uhr | geändert: 08.10.2014, 12:00 Uhr

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30.07.2014

12:00 Uhr

Sesselpupser schrieb:

Wunderschön erzählt & gezeichnet, kontemplativ, meditativ und völlig unaufgeregt. Anti-Hollwyood at it's best



 
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