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When Animals Dream

When Animals Dream

In dem Arthaus-Horrorfilm aus Dänemark entdeckt eine jugendliche Außenseiterin den Werwolf in sich.

Jetzt im Kino: Teenage-Horror aus der Lars-von-Trier-Schule - „When Animals Dream“

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Jetzt im Kino: Teenage-Horror aus der Lars-von-Trier-Schule - „When Animals Dream“ --

02:05 min

Når dyrene drømmer
Dänemark

Regie: Jonas Alexander Arnby
Mit: Sonia Suhl, Lars Mikkelsen, Sonja Richter

- ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

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13.08.2014
  • Dorothee Hermann

Die 16-jährige Marie (Sonja Suhl) lebt in einem abgehängten Örtchen an der dänischen Küste, wo kleine geduckte Häuser neben Bunkerresten im Nebel kauern. Das bräunliche Licht mit Sepia-Touch weist ineine uralte Vorzeit. Der Unheil verkündende Soundtrack beschwört eine Fantasywelt, in der nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

In diesem halb hyperrealistischen, halb mythisch aufgeladenen Setting schleudert das Mädchen mit dem ernsten Madonnengesicht von einer Initiation zur nächsten: Sie weiß noch nicht, dass ihr Besuch beim örtlichen Arzt sie als Außenseiterin markiert. Eine behaarte Hautverfärbung beunruhigt sie, lässt sie vor dem eigenen Körper zurückschrecken. Der erste Sex birgt das Risiko unkontrollierbarer Verwandlung. In den Dorfbewohnern weckt die vermutete physische Abweichung von Angstlust getriebene Fantasien.

Maries erster Tag in der Fischfabrik beginnt mit der Choreographie der Blicke. Sie lächelt einen anderen an als den, der ihr zugelächelt hat. Zuhause warten Düsterkeit, Sorge, Stagnation. Vater (Lars Mikkelsen) und Tochter umsorgen gemeinsam die Mutter, die an einer rätselhaften Krankheit leidet.

Das beklemmend intensive Debüt des dänischen Regisseurs Jonas Alexander Arnby überzeichnet den typischen Pubertätskonflikt, nicht genau zu verstehen, was gerade mit einem geschieht – während man lernen muss, sich gegen Zumutungen von außen zu behaupten.
Der Film findet starke Bilder für die Spannungen einer einander belauernden Gemeinschaft und führt mit nahezu archaischer Wucht vor, was Ausgrenzung, frustrierte Geilheit und sexuelle Gewalt auslösen. Trotz des vordergründigen Rollentauschs etwa gegenüber dem Vampirfilm: Das Bild des Werwolfs als Frau könnte ein uraltes Klischee bedienen, die Dämonisierung der weiblichen Sexualität.

Coming of Age einer Außenseiterin: knallharte Fantasy-Variante einer Venus im Pelz.

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13.08.2014, 12:00 Uhr | geändert: 28.08.2014, 12:00 Uhr

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Hm, der Film lässt eher kalt, eine Mischung aus zu gewollt und zu distanziert. Das Zielpublikum sind eher die Brexit-Briten die historisch-verquast von Nolan vermittelt bekommen sollen dass mit einer stiff upper lip und nationaler Einheit eine Schlacht zwar verloren gehen kann, der Krieg aber gewonnen wird. Am Ende sind alle Helden. Rule Britannia, we'll be back.
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