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Wissenschaft im Club

Wer sind die Roboter?

Fünf Wissenschaftler geben bei den „Science Notes“ im Tübinger Schlachthaus-Club Antworten.

17.01.2017
  • Janek Geiger

Manche Menschen haben immer noch das Bild eines einfachen Blechkastens im Kopf, wenn sie an Roboter denken, aber die Robotertechnik hat sich bedeutend weiterentwickelt“, sagt Prof. Olaf Kramer, Leiter der Forschungsstelle Präsentationskompetenz in Tübingen. Roboter würden heute in sehr vielen Bereichen eingesetzt und übernähmen komplexe Aufgaben. Ein Ende der Forschung und Entwicklung sei nicht in Sicht, weshalb sie in der Zukunft noch deutlich mehr Arbeiten übernehmen würden.

Aber wer sind die Roboter von morgen? Fünf Wissenschaftler werden diese Frage am Donnerstag im Schlachthaus-Club beim ehemaligen Schlachthof beantworten: Während sich Prof. Verena Hafner mit der Selbstwahrnehmung von Robotern beschäftigt, befasst sich Prof. Frank Kirchner mit Robotik und künstlicher Intelligenz. Anschließend stellt sich John Michael die Frage, wie verbindlich Interaktionen mit Robotern sein können. Darauf folgt ein Vortrag von Prof. Metin Sitti über „Miniature Mobile Robots“, also winzigen, mobilen Robotern. Abschließend erklärt Prof. Heinz Wörn, wie Roboter den Arzt bei Diagnose und Therapie unterstützen werden.

Damit sich der Zuhörer besser auf den jeweils kommenden Vortrag einstimmen kann, wird jeder der Wissenschaftler vor seiner Präsentation kurz interviewt. Zudem sorgt „The Micronaut“ vor und nach den Vorträgen sowie in der Pause mit Electronic-Musik für Stimmung.

Club gemixt mit Wissenschaft in fünf mal 15 Minuten. Das ist das sehr erfolgreiche Konzept der „Science Notes“, das im letzten Jahr so viele Menschen angezogen hat, dass nicht alle einen Platz bekommen haben. Kramer, der das Projekt erdacht hat, beschreibt es so: „Science Notes lässt Wissenschaftler ihre Arbeit in einer untypischen Umgebung präsentieren.“ Die Idee sei, durch Wissenschaft in Kurzfassung über ein bestimmtes Thema zu informieren und zu unterhalten. Der Fokus liegt dabei auf den Naturwissenschaften.

Das Format hat so viel positive Reaktionen erhalten, dass es mittlerweile schon in etlichen deutschen Städten „Science Notes“-Veranstaltungen gab. Thomas Susanka, der ebenfalls an der Forschungsstelle Präsentationskompetenz arbeitet, ist der Manager des Projekts und somit auch für die Auftritte außerhalb von Tübingen, wie zum Beispiel Berlin, München oder Frankfurt, verantwortlich: „Unser Team überlegt sich zunächst ein Thema und spricht dann passende Wissenschaftler an.“ Er sagt, dass sie aber auch schon Anfragen von Wissenschaftlern bekommen hätten, ein „Science Notes“ mit ihren Forschungsergebnissen in ihrer Stadt zu veranstalten.

Jetzt sind die „Science Notes“ aber wieder in Tübingen und der kommende Abend, den Susanka moderieren wird, ist ein besonderer: Es ist die zehnte Veranstaltung der „Science Notes“. „Deshalb wird es eine Überraschung geben“, sagt Kramer.

Er und Susanka sind von dem Thema des kommenden Abends begeistert. „Die Roboter haben eine gewaltige Präsenz, die wir nicht immer wahrnehmen“, sagt Susanka. Er findet es sehr spannend, wie vielseitig Roboter mittlerweile eingesetzt werden: „Am Donnerstag wird über die kleinsten und die größten Roboter gesprochen und über solche, die mehr können, als nur eine Aufgabe ständig zu wiederholen.“ Kramer hingegen stellt sich die Frage, wie zutreffend der Name Roboter in der Zukunft noch sein wird: „Roboter bedeutet Zwangsarbeiter und da die Wissenschaft immer intelligentere und autonomere Maschinen entwickelt, bin ich mir nicht sicher, ob das in Zukunft noch Roboter sein werden.“

Nach den Vorträgen bleiben die Redner noch im Club und beantworten Fragen.

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17.01.2017, 01:00 Uhr
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