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Wenn wir zusammen sind

Wenn wir zusammen sind

Altbackene Komödie um zwei allein erziehende Väter, die im französischen Viertel von London eine Wohngemeinschaft gründen.

Männerwirtschaft in London - "Wenn wir zusammen sind" (19.11.)

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Männerwirtschaft in London - "Wenn wir zusammen sind" (19.11.) --

02:00 min

Mes amis - Mes amours
Frankreich

Regie: Lorraine Lévy
Mit: Vincent Lindon, Pascal Elbé, Virginie Ledoyen, Florence Foresti

- ab 0 Jahren

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24.11.2009
  • Klaus-Peter Eichele

Erstaunlich, um was für Sachen manche Filme ein Aufhebens veranstalten. In „Mes amis – mes amours“ (so der Originaltitel) ist der Knackpunkt, dass zwei geschiedene Männerfreunde mittleren Alters eine Wohngemeinschaft gründen. Es kommt aber noch doller, weil Architekt Antoine (Pascal Elbé) ein pingeliger Spießer ist, Buchhändler Mathias (Vincent Lindon) hingegen der Lebenslust und dem Laissez-faire frönt.

So was gab's schon mal vor 40 Jahren mit Jack Lemmon und Walter Matthau – mit dem Unterschied, dass die damalige „Männerwirtschaft“ ziemlich lustig war, die Neuauflage jedoch zäh wie eine auf dreifache Länge gestreckte Folge „Lindenstraße“ daherkommt. Für mäßige Unruhe sorgen die beiden mit ins Appartment einrückenden Kids der Alleinerziehenden, vor allem aber das von Antoine oktroyierte WG-Regularium: Das strikte Verbot, Babysitter zu engagieren und fremde Damen zu empfangen, stellt seinen frisch in eine junge Journalistin (Virginie Ledoyen) verknallten Kommunarden auf eine harte Probe.

Zugegeben: aus solchen Nichtigkeiten ist schon manche witzige Alltagskomödie entsprossen. Hier hingegen ist die Inszenierung (Regie: Lorraine Lévy) so blutarm, die Schauspielerei so hölzern und überhaupt das ganze Konflikt-Gerüst nach dem Roman von Marc Lévy, dem Vater der Regisseurin, so entsetzlich altbacken, dass man sich nicht wundern würde, wenn plötzlich Doris Day um die Ecke böge.

Schauplatz ist übrigens das französische Viertel in London, ohne dass aus diesem Umstand irgendein erzählerisches oder atmosphärisches Kapital geschlagen würde. Was hat den sonst so anspruchsvollen Tübinger Arsenal-Verleih bloß geritten, dieses dünne und letztlich dumme Seifenöperchen ins Repertoire zu nehmen?

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24.11.2009, 12:00 Uhr | geändert: 10.12.2009, 12:00 Uhr

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Hm, der Film lässt eher kalt, eine Mischung aus zu gewollt und zu distanziert. Das Zielpublikum sind eher die Brexit-Briten die historisch-verquast von Nolan vermittelt bekommen sollen dass mit einer stiff upper lip und nationaler Einheit eine Schlacht zwar verloren gehen kann, der Krieg aber gewonnen wird. Am Ende sind alle Helden. Rule Britannia, we'll be back.
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