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We Steal Secrets: Die WikiLeaks Geschichte

We Steal Secrets: Die WikiLeaks Geschichte

Dokumentarischer Politthriller über die umstrittene Enthüllungs-Website von Julian Assange.

Jetzt im Kino: Fanatischer Aufklärer - "We Steal Secrets: Die WikiLeaks-Geschichte"

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Jetzt im Kino: Fanatischer Aufklärer - "We Steal Secrets: Die WikiLeaks-Geschichte" --

02:21 min

We Steal Secrets: The Story of WikiLeaks
USA

Regie: Alex Gibney
Mit: Julian Assange

- ab 0 Jahren

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08.07.2013
  • Klaus-Peter Eichele

Ist WikiLeaks eine kriminelle Vereinigung oder der Geheimdienst des einfachen Volkes? Ihr Mitbegründer Julian Assange ein Fackelträger der Aufklärung oder ein Cyber-Taliban, der am nächsten Laternenpfahl aufgeknüpft gehört? Im Sperrfeuer solcher Extremansichten, der die Internet-Plattform seit ihren Enthüllungs-Coups ausgesetzt ist, versucht der amerikanische Dokumentarfilm-Regisseur Alex Gibney („Enron“) kühlen Kopf zu bewahren. Auf mehrheitlich glaubwürdige Gewährsleute gestützt, erzählt sein Film die Geschichte eines jungen Australiers, der auszog, die Welt gerechter zu machen, indem er den Blick hinter die Fassade einer skrupellos agierenden Supermacht freilegt. Und der nach anfänglichen Erfolgen an seiner Hybris gescheitert ist.

Im Gegensatz zu vielen seiner Landsleute hat Gibney kein Problem mit der Enthüllung von Staatsgeheimnissen. Die Veröffentlichung eines Videos, das US-Piloten beim Egoshooten auf Zivilisten zeigt, hält er für gerechtfertigt. Der dadurch erlangte Ruhm habe Assange jedoch zum Fanatiker gemacht, der um des Medienrummels Willen auch über Leichen geht. So seien durch die Publikation von Geheimdokumenten zum Afghanistankrieg gezielt Menschenleben gefährdet worden. Und innerhalb der eigenen Gruppe schwang sich der Australier zum Diktator auf, dem der nach außen hin verfochtene Grundsatz der Transparenz schnuppe war. Den Verdacht, die Sex-Affäre, derentwegen Assange seit einem Jahr in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt, habe der US-Geheimdienst eingefädelt, entlarvt der Film plausibel als Verschwörungstheorie.

Deutlich mehr Respekt als Assange erweist „We Steal Secrets“ dem Whistleblower Bradley Manning, der tatsächlich sein Leben riskiert hat, um mit sich selbst (seinem Gewissen und seiner sexuellen Identität) ins Reine zu kommen. Während das Schicksal des kleinen Soldaten an eine griechische Tragödie erinnert, reicht es bei Julian Assange nur zu einem Shakespeare’schen Königsdrama im Kleinformat.

WikiLeaks? Tolle Idee, wäre sie nicht einem Charakterschwächling in die Hände gefallen.

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08.07.2013, 12:00 Uhr | geändert: 17.07.2013, 12:00 Uhr

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Hm, der Film lässt eher kalt, eine Mischung aus zu gewollt und zu distanziert. Das Zielpublikum sind eher die Brexit-Briten die historisch-verquast von Nolan vermittelt bekommen sollen dass mit einer stiff upper lip und nationaler Einheit eine Schlacht zwar verloren gehen kann, der Krieg aber gewonnen wird. Am Ende sind alle Helden. Rule Britannia, we'll be back.
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