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Kommentar "Garten & Gaumen"

Von Menschen und Messen, gutem Essen

Schon die kleinsten Würstchen, Kindergartenkinder auf dem Lande, krähen heute: Mama, iss dess vegaaan?“ Bei der „Garten & Gaumen“-Messe am Wochenende war dieses Etikett auch immer wieder zu entdecken: garantiert vegetarisch und vegan.

04.05.2014
  • Ernst Bauer

Daneben aber auch die guten Aberdeen-Angus-Rinderbratwürste aus der Manufaktur in Wachendorf, die Wildschweinleberwurst in der Dose bei der Kreisjägervereinigung. Ammertal-Whisky, Apfelsecco, allerlei Amüsement fürs Göschle, wie die Franzosen sagen.

Man kann sich ’ne Menge Anregungen holen auf diesen grünen Ausstellungen oder Messen mit viel Essen. Von der letzten „fdf“ brachte ich beispielsweise einen massiven Gewürzstampfer aus Hartholz mit, zum halben Preis feilgeboten, als Publikum und Hallen schon merklich ausgedünnt waren. Seit es die „Garden life“ in Reutlingen gibt, kochen wir zu Hause im Steinlachtal unser Gemüse immer öfter mit der Tajine – dem Lehmtopf der Berber, von einer Allgäuer Ali Baba in großem Stil vertrieben.

Auch bei der vom TAGBLATT organisierten „Garten & Gaumen“ hinterm alten Schlachthof – wo ich einst mit Freunden Examen feierte, bis sich die Ouzo-Gläser auf dem Tisch türmten – gab es einiges zur Bereicherung der heimischen Kräutlein- und Mohrrüben-Küche: von der Büffelmozzarella aus Sulz-Dürrenmettstetten bis zur Knoblauch-Mojo mit einem Hauch Basilikum, in Breitenholz zubereitet, abends gleich aufs Brot geschmiert.

Man müsse schon im Beruf lernen, das Leben genießen zu können. Sagte mir am Samstagmorgen, zwischen den überbordenden Obst- und Gemüseregalen im Mössinger E-Center, der immer fröhlich wirkende langjährige Pfarrer von Bästenhardt, der sich im Ruhestand, wie er mir bestätigte, sichtlich wohl fühlt. Ein Genussmensch, der zur Erbauung nun alte Gollwitzer-Texte aus studentenbewegten Tagen liest. Ich halte es seither eher mit Ludwig Feuerbach: „Der Mensch ist, was er isst. Wo nichts im Magen, ist auch nichts im Kopfe.“

„Lassen wir uns daher vor allem durch die Politik, so niederschlagend und ekelerregend sie jetzt auch ist, den Appetit nicht verderben“, riet jener Philosoph. Ein philosophierender Spitzenkoch formulierte es ganz einfach so: „Brenget dem Maußhardt noch a Bratwurscht“ – als ein ehemaliger Kollege und begnadeter Hobbykoch ihm neulich tief in die Töpfe schaute. Von Vincent Klink haben wir auch gelernt: Immer noch am besten munden die eigenen Träuble und Stachelbeeren im Rumtopf, der frisch gezupfte Salbei in der Saltimbocca. All das, was vom Garten in den Gaumen kommt.

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04.05.2014, 12:00 Uhr
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