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Veganer-Protest

Viermal angesetzt

Und dazu auch eine Ergänzung zu dem Folge-Artikel „Kreisveterinär widerspricht Veganer-Vorwürfen“ („Schlachten mit Betäubung“, 2. Juli).

06.07.2010

Die scheinbar so humane Art, Tiere vor dem Kehlenschnitt erst mit einem Bolzenschussgerät zu betäuben, ist nur offizielle Vorschrift, oft aber nicht zwangsweise auch gängige Praxis. Wie eine Dokumentation des SWR vom 17. 12. 2009 unter dem Titel „Schlachthöfe in der Kritik – Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen“ zeigt, werden zum Beispiel in einem Schlachthof bei Esslingen „unhaltbare Zustände“ festgestellt.

Dieses Zitat wird Veterinären und dem Bundesamt für Fleischforschung zugeschrieben und mit Beispielen wie folgendem belegt: „Bei einem Rind musste jedoch der Bolzenschuss viermal angesetzt werden, um eine ausreichende Betäubung zu erreichen. Der vierte Schuss wurde gesetzt, als das Rind bereits aufgehängt war!“. Ein Fachtierarzt aus Leonberg, dem der Film vorab gezeigt worden war, stellte massive Verstöße bei der Schlachtung fest. Zu sehen war auch ein Rind, das nach dem zweiten Bolzenschuss noch die Beine bewegte und trotz unvollständiger Betäubung an das Schlachtband gehängt wurde. Der Tierarzt bestätigte ausdrücklich, dass es sich hierbei nicht um Reflexe handelt. Die Dokumentation zeigt noch mehr solcher Verstöße gegen die Tierschlachtverordnung auf. Einzusehen ist der SWR-Beitrag unter folgendem Link http://www.youtube.com/watch?v=lX6EOxNvKO0

Dies veranschaulicht die inkonsequente Einhaltung von sogar rudimentären Vorschriften zur (meiner Meinung nach absolut unethischen und unvertretbaren) Schlachtung von Tieren. Vorwürfe wie die von Dr. Behrens bereits widerlegten mögen vielleicht unzutreffend sein, jedoch geht bei der industrialisierten Ausbeutung und Schlachtung von Tieren allgemein jede Ethik abhanden.

Manuel Angermann, Tübingen

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06.07.2010, 12:00 Uhr
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