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Das Zügle zog

Viele bestaunten den Bahnhof im Bahnhof

Mein Zug daheim kann aber Dampfwölkchen machen“, murmelte der fünfjährige Marc, als er der Modelleisenbahn im Güterschuppen des Entringer Bahnhofs hinterher schaute, die schnurrend ihre Runden zog. Gefallen hat ihm trotzdem, was geboten war. „Wir haben auch einen Film gesehen!“

03.01.2011
  • Veronika Renkenberger

Entringen. Das Film-Material stammt aus dem Privatarchiv von Adolf Breitmaier, wie die gesamte Zug-Landschaft, die derzeit im Güterschuppen aufgebaut ist. Gemeinsam mit Familie Tochtermann, die den Bahnhof saniert und bewohnt, hat Breitmaier die Öffentlichkeit zur Zeitreise eingeladen: „Opas Eisenbahn – der Entringer Bahnhof wie vor 60 Jahren“ ist zu sehen. Breitmaier hat für seine Modellbahn genau jenen Bahnhof nachgebaut, in dem er als Kind gewohnt hat, den Entringer. Samt aller Abstellgleise und Verlade-Stationen.

„Das mit dem Gipsabbau war mir neu“, sagte Fritz Nüssle, der extra aus Tübingen gekommen war. „Und wie man früher Gleise verlegt hat, auch.“ Gleisarbeiten waren ebenso in Breitmaiers Filmen zu sehen wie ein Brückenbau mit Dampfkran und der Mittagszug aus Herrenberg, per Dampflok gezogen. Genügend Dampf also, um auch den kleinen Marc glücklich zu machen. Erwachsene staunten eher über das Gerät, mit dem einst Schienen ausgetauscht wurden, und die Bettungsreinigungsmaschine, welche den Schotter aus dem Gleisbett herausbeförderte, ihn putzte und das blitzblanke Gestein schließlich mit Höllenspektakel wieder ins Gleisbett entließ. Das mit dem Höllenspektakel musste man sich allerdings dazu denken – die alten Filme sind ohne Ton, aber Breitmaier erklärte unermüdlich.

Viele Gäste blieben lang, denn Adolf Breitmaier fielen beim Erklären immer neue spannende Details ein über Bahn und Bahnhof, Loks und Fracht, Technik und Architektur. Gemütlich war es ja auch: Familie Tochtermann schenkte Kaffee, Tee und Punsch aus, und Monika Müller-Schauenburg las Eisenbahngeschichten vor. 100 bis 150 Besucher waren es am Donnerstag, schätzte Breitmaier, nochmal 60 bis 100 am Samstag. An Dreikönig sind Modellbahnhof und Filme letztmals zu sehen, von 16 bis 19 Uhr.

Sich das anzuschauen, lohne sich gerade für Neubürger, fand Eckehart Fabarius: „Ich lebe erst ein halbes Jahr in Entringen und habe einen Intensivkurs in Heimat- und Lokalgeschichte bekommen.“

Viele bestaunten den Bahnhof im Bahnhof
„Unter dem Baum dort habe ich als Kind immer gespielt“: Adolf Breitmaier zeigte in Entringen seinen Bahnhof. Bild: Ulmer

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03.01.2011, 12:00 Uhr
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