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2000 Gegendemonstranten, 500 Polizisten und eine abgesperrte Innenstadt / War das 25. Mai-Einsingen des „Tübinger Waffenrings“ zugleich das letzte?

Video: Maisingen und Protest auf dem Holzmarkt

Tübingen. „Lieber ein Geschwür am After, als ein deutscher Burschenschafter“, schallte es aus einem Fenster am Lustnauer Tor, als sich der Fackelzug näherte. Zum 25. Mal wollten Verbindungsstudenten des „Tübinger Waffenrings“ in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf dem Holzmarkt den Mai einsingen – rund 200 waren es diesmal.

02.05.2008

Video: Maisingen und Protest auf dem Holzmarkt

Anders als im vergangenen Jahr, wo Tausende Gegendemonstranten den Zug bereits auf halber Strecke stoppten, blieb es diesmal „eher ruhig“, so Polizeisprecher Josef Hönes. Die Polizei hatte das Areal zwischen Stiftskirche und Landgericht frühzeitig mit Gittern abgesperrt, 500 Beamte aus insgesamt neun Städten waren im Einsatz. Von den weit über 2000 Protestierern wurden fünf festgenommen, als sie versuchten, über die Absperrungen zu klettern. Flaschen und andere harte Wurfgeschosse flogen heuer nicht, dafür einige Böller – und Wasserbomben, die aus den Fenstern des Pfleghof-Studentenwohnheims auf den Zug der Verbindungsleute geworfen wurden.

Maisingen und Protest auf dem Holzmarkt

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Maisingen und Protest auf dem Holzmarkt --

03:11 min

Die sangen auf dem Holzmarkt ganze zehn Minuten lang – teils übertönt von lautstarken Buhrufen und Pfiffen der Demonstranten. Später in der Nacht räumte die Polizei noch eine Party mit über 100 Leuten im Ex-Kreisjugendamt in der Doblerstraße. Im Vorfeld des Maisingens hatte ein Österberg-Anlieger vergeblich versucht, das Verwaltungsgericht anzurufen. Seine Begründung: Die Absperrungen stellten „einen wesentlichen und unverhältnismäßigen Eingriff in die Freiheitsrechte der Bewohner eines ganzen Stadtteils“ dar.

Der Gang nach Sigmaringen könnte 2009 überflüssig werden: Wie Ulmia-Sprecher Henri Hubert gestern dem TAGBLATT gegenüber bestätigte, planen die Verbindungen, am kommenden 1. Mai einen „Bürgerfrühschoppen“ zu veranstalten – möglicherweise auf dem Platz vor der alten Burse. Hubert hofft, dass dann auch weniger Polizei zum Schutz der Veranstaltung nötig ist: „Tagsüber dürfte die Randalier-Bereitschaft nicht so hoch sein.“ vor

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02.05.2008, 12:00 Uhr
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