Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Armut verfestigt sich trotz Aufschwung

Vesperkirche endet nach sieben Wochen

Am Samstag endete die 19. Stuttgarter Vesperkirche nach sieben Wochen. Es wurde mit Bedauern beobachtet, wie sich Armut häufig verfestigt.

04.03.2013
  • von SWP

Stuttgart "Wir sind ausgesprochen dankbar, dass es wieder gelungen ist, für unsere Gäste den Tisch reich zu decken", sagte die Stuttgarter Diakoniepfarrerin Karin Ott. Die Vesperkirche sei mehr als eine warme Mahlzeit, vor allem gehe es "um Gemeinschaft und Zuwendung". Dabei baut die Vesperkirche vor allem auf den unermüdlichen Einsatz der vielen ehrenamtlich Engagierten. "Wir haben in diesem Jahr die absolute Rekordzahl von 650 Männern und Frauen von 16 bis über 80 Jahre erreicht", berichtet Pfarrerin Ott.

Sieben Ärztinnen und Ärzte haben dafür gesorgt, dass die Vesperkirchen-Ambulanz jeden Tag öffnen konnte. Drei ehrenamtliche Friseure haben den Besuchern zudem rund 200 neue Haarschnitte ermöglicht - "und ein neuer Haarschnitt heißt für unsere Gäste immer auch: ein neues Selbstbewusstsein", weiß Ott. Auch eine richtige Verlobung wurde 2013 in der Vesperkirche gefeiert, mit Segen der Pfarrerin. "Das sind Geschichten, an denen deutlich wird, was die Vesperkirche eigentlich ist: Ein Ort, wo wir die Menschen vom Rand der Gesellschaft wahrnehmen und ernst nehmen, wie sie sind", sagt Ott.

Und ein Ort, an dem der Hunger gestillt wird. Wie im Vorjahr wurden erneut rund 30 000 warme Mittagessen ausgegeben. "Weil wir sieben Wochen lang winterliches Wetter hatten, sind die Gäste länger in der Kirche geblieben", erläutert Pfarrerin Ott. "An manchen Tagen sind wir an die Grenzen unserer Kapazität gekommen." Für Ott war es oft bitter, mit anzusehen, wie sich die Armut beispielsweise von Langzeitarbeitslosen verfestigt, trotz guter Wirtschaftslage. Deshalb stehen die Verantwortlichen der Vesperkirche im intensiven Kontakt mit Kommunal- und Landespolitikern. Denn "Armut fällt nicht vom Himmel, sie hat ganz konkrete Ursachen", sagt die Diakoniepfarrerin.

Die nächste Vesperkirche ist auch schon terminiert: Sie geht von 19. Januar bis 8. März 2014.

Vesperkirche endet nach sieben Wochen
Eine heiße Tasse Kaffee, eine warme Mahlzeit oder ein offenes Ohr für die Probleme der Bedürftigen - die Vesperkirche hilft umfassend. Foto: dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

04.03.2013, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Heute meist gelesen
Grün-schwarze Ressortverteilung steht - Zehn statt 13 Posten Strobl wird Superminister
Hunderte gingen am 1. Mai für soziale Gerechtigkeit auf die Straße OB Boris Palmer war vom DGB nicht als Redner geladen worden, kam aber trotzdem auf den Marktplatz
Wirtschaft im Profil


In der aktuellen Ausgabe des Business-Magazins Wirtschaft im Profil : Der Sport zwischen Skandalen und Vorfreude auf die Fußball-EM und Olympia.
Neueste Artikel
Bildergalerien
Videos
Sie haben Fragen zu unserem neuen Bezahlsystem? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.
Single des Tages
date-click

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-0
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-0
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Zum Kontaktformular