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Amoklauf von Texas

Versäumnis der Luftwaffe

Der Attentäter, ein Ex-Soldat, hätte nach der Verurteilung durch ein Militärgericht keine Waffe kaufen dürfen.

08.11.2017
  • Peter De Thier

Washington. Devin Patrick Kelley, der in einer Baptistenkirche in Sutherland Springs in Texas 26 Menschen erschossen und 20 zum Teil lebensgefährlich verletzt hat, hätte als Vorbestrafter gar nicht im Besitz einer Schusswaffe sein dürfen. Die US-Luftwaffe, für die der Todesschütze früher auf einem Stützpunkt in New Mexico stationiert war, hatte es versäumt, Kelleys Verurteilung durch ein Militärgericht dem FBI zu melden und in dessen Datenbank eintragen zu lassen.

Mittlerweile sind auch weitere Beweise ans Tageslicht gekommen, die bestätigen, dass Familienstreitigkeiten den Amokläufer zu dem Massaker bewogen hatten. „Er war total fixiert auf die Familie seiner geschiedenen Frau“ sagte der Sheriff Joe Tackitt.

Hass auf Ex-Schwiegermutter

Einen besonderen Hass hatte Kelley auf seine frühere Schwiegermutter, die er noch am Morgen des Blutbads mit SMS-Nachrichten bedroht hatte. Sie hatte an dem Gottesdienst, in dem der Täter mindestens 15 Magazine leergeschossen und 450 Schüsse abgefeuert hatte, nicht teilgenommen. Ums Leben kam aber die Großmutter seiner geschiedenen Frau.

Über die gewalttätige Vergangenheit des Schützen gibt die Gerichtsakte seines Prozesses Aufschluss. Demnach hatte Kelley seine damalige Frau getreten, gewürgt und geschlagen. Der junge Stiefsohn wurde so hart geschlagen, dass er einen Schädelbruch erlitt. „Niemals hätte es einem so gewalttätigen Mensch möglich sein dürfen, wieder Waffen zu kaufen“, räumte ein Sprecher der Luftwaffe ein.

Gestorben ist Kelly nach einer Verfolgungsjagd durch Selbstmord, teilte die Polizei mit. Zuvor war er zwei Mal von Stephen Willeford angeschossen worden, mit dem sich Kelley nach dem Massaker ein Feuergefecht geliefert hatte. „Ich bin kein Held“ sagte Willeford. „Ich bin nur dem lieben Gott dankbar, dass er mir die Möglichkeit gab, zurückzuschießen, und bedaure, dass ich nicht früher da sein konnte, um mehr Leben zu retten.“

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08.11.2017, 06:00 Uhr
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