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Gymnasium will G 9

Verband soll nun den Antrag stellen

Das Karl-von-Frisch-Gymnasium möchte am G9-Schulversuch teilnehmen und das neunjährige Gymnasium parallel zum achtjährigen Zug wieder einführen. Die Maria-Sibylla-Merian-Realschule will Modellschule für Sport werden und setzt zudem auf ein integratives Konzept.

20.11.2012

Dußlingen. Ja – aber unter Bedingungen: So würde der Gemeindeverwaltungsverband gern den Antrag des Karl-von-Frisch-Gymnasiums behandeln, das ab dem Schuljahr 2013/14 am G8/G9-Schulversuch mitmachen möchte: Keine zusätzlichen Räume müssen gebaut werden, es gibt nicht mehr Arbeitsstunden für den Hausmeister und die Schulsekretariate als bisher, der Sportunterricht „wird im Rahmen der vorhandenen Sporthallenkapazitäten durchgeführt“.

Bei einer nichtöffentlichen Sitzung Anfang Oktober hatten die Gemeinderäte aus Gomaringen, Dußlingen und Nehren mit allen Schulleitern sowie den Elternbeiräten von Gymnasium und Realschule über den G 9-Antrag diskutiert. Das Gymnasium würde gern – parallel zum achtjährigen Gymnasium – einen neunjährigen Zug einführen.

Schon länger liebäugelt das Gymnasium mit dem G 9-Schulversuch. Der Verband allerdings hatte als Träger auf die Bremse gedrückt. Er hatte eben erst neu gebaut und (erfolgreich) für die Werkrealschule gekämpft. Der Verband wollte zunächst abwarten, wie sich die Schülerzahlen (und damit potenzielle G 9-Folgekosten) entwickeln würden, nachdem die verbindliche Grundschulempfehlung weggefallen war. So kann das Karl-von-Frisch-Gymnasium sich erst jetzt, in der zweiten Runde, bewerben.

Dieses Zögern könnte sich rächen, falls es tatsächlich bei den insgesamt 44 Modellschulen bleiben soll, von denen 22 bereits in der ersten Tranche genehmigt wurden. Denn 44 bedeutet: für jeden Landkreis eine. Inzwischen hat sich auch das Rottenburger Eugen-Bolz-Gymnasium um den Schulversuch beworben – die beiden Schulen konkurrieren also miteinander. Allerdings diskutiert die Landesregierung derzeit, ob doch mehr Anträge genehmigt werden als ursprünglich vorgesehen.

Die Maria-Sibylla-Merian-Realschule möchte gern Modellschule für Sport und Bewegung werden und dabei ein integratives Konzept umsetzen, bei dem Kinder individuell gefördert werden. Das Konzept sei nicht vollständig, monierten die Dußlinger Gemeinderäte. Man wisse ja gar nicht, welche Kosten damit verbunden sein könnten. Die Gomaringen sehen das genauso. Nehren geht in seiner Stellungnahme nicht explizit darauf ein.

Die Realschule wird am Mittwoch aber auch nicht Thema sein – ebenso wenig eine mögliche Gemeinschaftsschule. Die Dußlinger haben jedoch schon mal kundgetan, sie seien „grundsätzlich aufgeschlossen“, über eine gemeinsame Werkrealschule oder eine Gemeinschaftsschule auf dem Höhnisch zu diskutieren, wenn die Schülerzahlen weiter sinken.

gsiehe Seite 21

Noch etliche andere Schulthemen stehen auf der Tagesordnung: Der Gymnasiums-Neubau ist abgerechnet – er hat insgesamt 3,07 Millionen Euro gekostet. Per Eilentscheidung wurden Aufträge für die Brandschutzsanierung am alten Gebäude in Auftrag gegeben. Schulsozialarbeiter Evelin Eißler-Krause berichtet über die neuesten Entwicklungen. Die Sozialstation Steinlach-Wiesaz bekommt eine neue Gebührenordnung. Und die Verbandsgemeinden möchten gemeinsam eine Firma beauftragen, die die Straßenreinigung übernimmt. Der Gemeindeverwaltungsverband tagt am morgigen Mittwoch, 21. November, um 19.30 Uhr in der Höhnisch-Mensa.

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20.11.2012, 12:00 Uhr
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