Walddorfhäslach: Wieder zwei Unfälle in der B27-Baustelle

VW überschlägt sich auf der Gegenfahrbahn, Laster verschiebt Betontrennwand

Von job

Am frühen Freitagmorgen hat sich die Unfallserie im Baustellenbereich der B 27 fortgesetzt. Ein Mensch musste schwer verletzt ins Krankenhaus.

VW schanzt auf Gegenfahrbahn

Gegen 1.20 Uhr war ein 47-Jähriger mit seinem VW Sharan nach Polizeiangaben zu schnell in der Baustelle unterwegs. Am Beginn einer Betontrennwand fuhr er auf die Absperrung auf. Dabei wurde der komplette Tank des Wagens aus seiner Verankerung gerissen, Diesel lief aus. Anschließend kippte der Wagen auf die Gegenfahrbahn und überschlug sich. Erst nach etwa 75 Metern kam das Auto wieder auf den Rädern zum Stehen.

Der Fahrer zog sich so schwere Verletzungen zu, dass er vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht und dort zur Beobachtung stationär aufgenommen werden musste. Zur Reinigung der Straße rückte die Feuerwehr mit 16 Einsatzkräften sowie einem speziellen Reinigungsfahrzeug an. Mehrere Betonteile mussten zurückgeschoben werden.

Die B27 war stundenlang gesperrt

Die B 27 blieb in beide Fahrtrichtungen drei Stunden lang bis 4.20 Uhr voll gesperrt. Etwa eine Dreiviertelstunde später war ein 50-Jähriger mit seinem Lkw-Gespann im selben Abschnitt unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache kollidierte er ebenfalls mit der Trennwand – und schob sie auf einer Länge von etwa 200 Metern auf die Gegenspur.

Zur Beseitigung der Betonteile musste die Bundesstraße in Richtung Tübingen erneut voll gesperrt werden. Die Ausleitung erfolgte an der Anschlussstelle Aichtal über die B 312. Richtung Stuttgart konnte der Verkehr einspurig vorbeigeleitet werden. Die Sperrungen dauerten rund eineinhalb Stunden bis 7.30 Uhr an. Im morgendlichen Berufsverkehr kam es deshalb zu Staus. An dem VW entstand Totalschaden in Höhe von etwa 12000 Euro. Der Schaden am Lkw wird auf 4000 Euro geschätzt. Wie hoch sich die Schadenssumme an der Baustellenabsicherung beläuft, konnte die Polizei noch nicht sagen.

Über 40 Unfälle seit August

Seit Einrichtung der Baustelle kam es damit bislang zu über 40 Unfällen. Dabei wurden acht Menschen verletzt. Das Regierungspräsidium hat deshalb bereits beschlossen, dort durchgängig Tempo 60 anzuordnen. Die Schilder wurden am Freitag aufgestellt.


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10.11.2017 - 09:06 Uhr