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Ich träume was ich will

Über die Chancen von luziden Träumen

Heute Nacht spiele ich vielleicht mal Pilotin und fliege über die sieben Weltmeere hinweg oder gehe schnell eine Runde Ski fahren auf dem Mount Everest. Dazu muss ich noch nicht einmal mein Bett verlassen. Ihr denkt, das ist unmöglich? Also in meinen Träumen lebe ich ziemlich beeindruckend und kann machen, was ich will. Ihr vielleicht bald auch.

09.11.2010

Das Zauberwort lautet „luzide Träume“, auch unter dem Begriff Klarträume bekannt. Der Unterschied zu einem normalen Traum ist, dass dem Schläfer bewusst ist, dass er träumt. Er kann aktiv den Traum verändern, konstruieren und auch noch Regie führen. Bevor man jedoch nachts gewollt im Traum abheben kann, ist sehr viel Übung und Disziplin notwendig. Als Hilfe und Vorbereitung kann unter Anderem ein Traumtagebuch dienen.

Um Klarträume zu induzieren, gibt es viele verschiedene Techniken. Die beiden bekanntesten und auch erfolgreichsten unter ihnen sind DILD (Dream Induced Lucid Dream) und WILD (Waking Induced Lucid Dream). Bei DILD wird man sich während eines herkömmlichen Traumes bewusst, dass man träumt und dass dieser somit nicht real ist. Man gewöhnt sich im Alltag Realitäts-Checks an, die man dann automatisch in den Traum übernimmt. Ein Beispiel: Sollten Sie problemlos durch Wände gehen können oder sollte die Erdanziehungskraft auf Sie nicht wirken, wäre das ein Zeichen dafür, dass Sie träumen. Anders erzeugt man Klarträume bei der WILD-Technik. Man geht vom Wachzustand in den Traum über und nimmt das Wachbewusstsein mit, wozu aber sehr viel Übung notwendig ist.

Die einzige Grenze, die es bei Klarträumen gibt, ist die eigene Phantasie. Jedoch werden die eigenen luziden Träume mit regelmäßiger Übung länger, realer und auch flexibler. Der Träumer kann seinen Wünschen nachgehen und seiner Phantasie freien Lauf lassen, dabei kann man seine Zeit im Traum auch bewusst produktiv nutzen. So fällt es einem oft leichter, im Traum Lösungen für Probleme aus Alltag und Beruf zu finden, oder man kann Erlerntes im Schlaf effektiv weiter trainieren.

So können zum Beispiel Golfspieler im Traum ihren Golfschwung verfeinern oder Geräteturner bestimmte Bewegungsabläufe verbessern, ohne wirklich den Körper zu fordern. Auch wurde festgestellt, dass der Klartraum therapeutisch angewendet werden kann, um zum Beispiel bei Albträumen zu helfen oder gegen Süchte und Phobien anzukämpfen. Natürlich sollte man Klarträume, wie alles Gute, nur in Maßen genießen und sie als das sehen, was sie sind: eine Chance.

So sollte man sich nicht aus Furcht vor dieser beeindruckenden Erfahrung drücken, denn sie öffnet Möglichkeiten, die einem vielleicht im realen Leben fehlen. Andererseits sich nicht in ihnen verlieren, wie verlockend sie auch scheinen. Denn, um es mit den Worten der Künstlerin Josephine Baker zu sagen, „unsere Träume können wir erst dann verwirklichen, wenn wir uns entschließen, einmal daraus zu erwachen“.

Katharina Bartuli, 18

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09.11.2010, 12:00 Uhr

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