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Über den Tellerrand hinaus schauen
Der Bosch-Praktikant macht seine Sache gut. Foto: Bosch
Inklusion

Über den Tellerrand hinaus schauen

Über Praktika in einer Aktionswoche sollen sich Firmen und Behinderte gegenseitig kennenlernen.

02.12.2017
  • DANIEL GRUPP

Stuttgart. Für Menschen, die eine Behinderung haben, ist es meist schwer, einen Einstieg ins Berufsleben zu finden. Andererseits beklagen viele Unternehmer in der Region Stuttgart über einen Fachkräftemangel. In der Aktionswoche „Perspektiven gewinnen“ hat die Fachkräfteallianz der Region Stuttgart versucht, beide Seiten zusammenzubringen. Behinderte gingen in Betriebe, um kurze Praktika zu machen.

An der Aktionswoche, die gestern zu Ende ging, beteiligten sich 25 Arbeitssuchende und 20 Arbeitnehmer. Im vorigen Jahr waren 50 Personen und 35 Betriebe dabei. Es sei immer relativ aufwändig die Aktionswochen vorzubereiten, erläutert Beate Zweigele. Die Inklusionsberaterin der IHK Stuttgart hat die Woche mitorganisiert.

Auf den ersten Blick wirkt das Ergebnis dürftig. 2016 hat sich keine Anstellung aus den Praktika ergeben. In diesem Jahr wird das erst gar nicht erwartet. Es gehe vielmehr darum, dass sich Betriebe grundsätzlich gegenüber einer Anstellung von Behinderten öffnen. „Wir wollen zeigen, dass Einschränkungen unter Umständen bei der Arbeit nicht zutage treten.“

Dass die Praktikantin nicht immer zum Arbeitgeber passt, berichtet Wolfgang Stahl, Geschäftsführer des Stuttgarter Möbelhauses „Pappe La Papp“. Ihm sei eine blinde Dame mit Einzelhandelskenntnissen angekündigt worden. Die Praktikantin habe aber zuvor als Putzfrau und an einer Supermarktkasse gearbeitet. Das habe überhaupt nicht gepasst. „Wir sind gerne bereit an solchen Aktionen mitzumachen, aber es muss Sinn machen“, sagt Stahl. Positive Erfahrung hat indes die Bosch-Niederlassung in Feuerbach gemacht, wo ein Praktikant, der eine Behinderung am Bein hatte, in der Produktion tätig war. „Er hat das ganz gut hinbekommen“, teilt Tatjana Blessing von der Pressestelle mit.

Bosch beteilige sich gerne an solchen Aktionen, weil es auch darum gehe, dass die eigene Belegschaft und die Praktikanten über den Tellerrand hinaus schauen. Ähnlich sieht dies Zweigle: „Der Aufwand lohnt sich nicht im Einzelfall, aber das Thema muss in das Bewusstsein der Öffentlichkeit kommen.“ Daniel Grupp

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02.12.2017, 06:00 Uhr
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