Bluttat

U-Boot-Fall: Polizei findet grausige Filme

Von DPA

Auf der Festplatte des dänischen Erfinders Peter Madsen sind Videos von Hinrichtungen von Frauen gespeichert.

U-Boot-Fall: Polizei findet grausige Filme

Peter Madsen soll Kim Wall getötet haben. Foto: dpa

Kopenhagen. Der des Mordes verdächtigte dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen hatte Videos von Hinrichtungen auf einer Festplatte gespeichert. Mit großer Wahrscheinlichkeit seien diese Filme, in denen Frauen gehängt und verbrannt würden, echt, erklärte die Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur Ritzau bei einer Anhörung zur Untersuchungshaft des Erfinders. Auf die Festplatte hätten auch andere Menschen zugreifen können, sagte Madsen am Dienstag.

Madsen wird beschuldigt, die schwedische Journalistin Kim Wall am 10. oder 11. August an Bord seines selbstgebauten U-Bootes getötet zu haben. Er selbst hatte angegeben, der 30-jährigen Frau sei ein schweres Luk auf den Kopf gefallen. Ihr Tod sei ein Unglück gewesen, er habe unter Schock gestanden. Walls Torso war am 21. August in der Ostsee gefunden worden.

Die genaue Todesursache ist nach wie vor unbekannt. Bei der Obduktion wurden laut Staatsanwaltschaft Messerstiche im Unterleib und in der Brust der Frau entdeckt. Kopf, Beine und Arme waren demnach abgesägt worden. Madsen sagt, dass er die Leiche nicht verstümmelt habe. Er bleibt mindestens bis zum 31. Oktober in Untersuchungshaft.

Mitte September wurde bekannt, dass Madsen sich freiwillig psychisch untersuchen lasse. Das könne damit ambulant und ohne Zwangseinweisung geschehen, sagte Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen. Vor Gericht hatte Madsen eine solche Untersuchung Anfang September noch verweigert. Sie besteht unter anderem aus Gesprächen mit Psychologen, Ärzten und Sozialarbeitern. dpa


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04.10.2017 - 06:00 Uhr