Zurück in Amerika

Tübinger CHT übernimmt US-Firma

Von slo

Die Chemischen Werke Tübingen (CHT) haben die US-amerikanische ICM Silicones Gruppe gekauft.

Vor sieben Jahren stieg die Tübinger CHT, die unter anderem Chemikalien zur Textilveredelung herstellt, aus dem US-Markt aus, weil in den USA keine Textilien mehr hergestellt werden und es deshalb keinen Markt mehr für die CHT-Produkte gab. Jetzt will die Firma dort wieder Geschäfte machen und hat dazu die ICM Silicones Gruppe gekauft.

ICM produziert verschiedene Silikone wie Emulsionen, Entschäumer, Gele, Klebstoffe, Mikroperlen und andere. Die Firma hat zwei Standorte in den USA, einen in Großbritannien, einen in Italien und einen in China. Weltweit beschäftigt die Gruppe rund 175 Mitarbeiter, wie die CHT-Unternehmenssprecherin Annegret Vester sagte.

Die CHT sei, so Vester, aktiv auf der Suche nach einer passenden Firma in den USA gewesen. „Der Standort ist wichtig, aber der Export in die USA ist extrem schwierig“, sagte sie gegenüber dem TAGBLATT. Die ICM war im Besitz eines Finanz-Investors, der sie weiterverkaufen wollte. Über die Kaufbedingungen wurde Stillschweigen vereinbart.

Das Management von ICM Silicones wird ebenfalls übernommen. „Wir setzen auf ein regionales Management“, so Vester. In einer Pressemitteilung der CHT wird Levi Cottington, Geschäftsführer der ICM, zitiert: „Wir begrüßen es, den Abschluss bewerkstelligt zu haben und freuen uns, ein Teil des starken CHT-Teams weltweit zu sein.“

Laut Frank Naumann, Geschäftsführer der CHT, verdoppelt die CHT mit der Übernahme ihr aktuelles Silikongeschäft und positioniert sich „weltweit als führender Lieferant von Silikonspezialitäten“.


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30.08.2017 - 01:00 Uhr