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Tübinger Basketballer trennen sich nach zehn Pleiten von ihrem Coach
Das war’s: Die Walter Tigers Tübingen haben Trainer Tyron McCoy an seinem 45. Geburtstag entlassen.
Tigers entlassen Tyron McCoy

Tübinger Basketballer trennen sich nach zehn Pleiten von ihrem Coach

Es hatte sich bereits angedeutet: Basketball-Erstligist Walter Tigers Tübingen hat seinen Trainer Tyron McCoy am Montagnachmittag entlassen.

20.11.2017
  • ST

Ausgerechnet an seinem 45. Geburtstag erhielt Tyron McCoy am Montag die Kündigung: Tigers-Manager Robert Wintermantel und Gunther Volck, der Vorsitzende des Stammvereins SV 03 Tübingen, informierten den US-Amerikaner am Nachmittag über seine Freistellung aus dem noch bis 2019 laufenden Vertrag. „Mir ist dieser Schritt sehr schwer gefallen, weil ich ihn als Trainer und als Mensch schätze“, sagte Volck, „aber es war aus unserer Sicht unumgänglich, weil es ihm einfach nicht gelungen ist, das Team auf Erfolgskurs zu bringen.“

Der Tabellenletzte der Basketball-Bundesliga hat damit die Konsequenzen gezogen aus dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte – das trostlose 83:90 vor eigenem Publikum am Samstag gegen den Vorletzten Erfurt war die zehnte Niederlage hintereinander.

Erstes Training am Mittwoch

Zunächst soll der bisherige Assistenztrainer Aleksandar Nadjfeji (41) die Mannschaft auf das nächste Auswärtsspiel beim Tabellen-Siebzehnten Bremerhaven am 1. Dezember vorbereiten. Der B-Lizenzinhaber kann mit einer Ausnahmegenehmigung des Verbands auch in der 1. Liga coachen. Allerdings soll Nadjfeji eine Interims-Lösung bleiben: „Wir brauchen einen neuen Impuls und sind auf der Suche nach einem neuen Chefcoach“, sagte Wintermantel. Ob der Neue schon bis zum Bremerhaven-Spiel präsentiert werden kann, sei ungewiss, sagte der Tigers-Manager: „Wir werden keinen Schnellschuss machen, es geht jetzt darum, den Trainer zu finden, der zu uns passt.“ Auch ihm sei es nicht leichtgefallen, seinem früheren Mitspieler in Frankfurt die Nachricht vom Rauswurf zu überbringen, sagte Wintermantel. „Aber es ist Teil des Jobs, man muss beruflich und privat trennen können.“

Nadjfeji wird am Mittwoch erstmals das Training leiten. Mit McCoy tauschte er sich am Montag noch aus. „Er ist ein guter Coach, ich bin ihm dankbar, wie er mich unterstützt hat in meiner Situation beim Übergang vom Spieler zum Trainer“, sagte Nadjfeji, „am Ende zählen in dem Job aber nur die Resultate.“ Haupt-Aufgabe in den kommenden Wochen sei nun, die Verteidigung zu stabilisieren, sagte Nadjfeji. „Die Spieler brauchen eine andere Mentalität.“ Er werde sein Bestes geben, um dem Verein aus dieser schwierigen Situation zu helfen. „Mit 0:10 Siegen ist es natürlich nicht einfach.“

Volck betonte, dass in seiner Amtszeit (seit 2008) noch kein Tigers-Trainer vorzeitig gehen musste, auch in der Vorsaison habe er trotz einer langen Durststrecke an McCoy festgehalten. „Leicht haben wir uns diese Entscheidung nicht gemacht, es kostet uns auch viel Geld“, sagte der SV03-Vorsitzende, „aber jetzt war der Punkt erreicht, an dem es nicht mehr anders ging.“

19 Niederlagen in 20 Spielen

Die Enttäuschung bei Sponsoren und Fans nach der Heim-Pleite gegen Erfurt (gleichzeitig Niederlage Nummer 19 in den letzten 20 Spielen unter McCoys Regie) war unübersehbar. Besonders in der zweiten Hälfte beschränkten sich die Tigers-Angriffe auf Dreier-Versuche oder Einzelaktionen, in der Verteidigung leistete Tübingen kaum Gegenwehr. „In den Spielen vorher waren wir ja oft nicht schlecht, sogar ebenbürtig mit einem Meisterschafts-Kandidaten wie München“, sagte Volck, „aber am Samstag hat sich das ins Gegenteil verkehrt.“

Insgesamt kam der frühere Bundesliga-Profi McCoy, der Ende Dezember 2015 die Tigers übernommen hatte, in 58 Bundesliga-Spielen als Tübinger Trainer auf nur 14 Siege. „Wir hoffen, dass wir schnell die Kurve bekommen und wieder erfolgreich spielen“, sagte Volck. Der neue Coach solle dann auch die Entscheidung fällen, ob weitere Neuverpflichtungen nötig werden. An Spekulationen über den neuen Coach wollte sich Tigers-Manager Wintermantel nicht beteiligen. „Name-dropping bringt jetzt sicher nichts“, sagte Wintermantel. Die Anforderungen sind hoch: Der Kandidat sollte am besten die Liga schon kennen, im Optimalfall auch Erfahrung im Abstiegskampf mitbringen. „Ein Trainer-Neuling wird es nicht werden“, sagte Wintermantel.

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20.11.2017, 16:11 Uhr
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