Tübingen/Reutlingen

Tübingen: Prozess nach Dönermesser-Angriff

Von dpa/lsw

Die Anklage lautet auf Mord sowie zweifachen versuchten Mord: Ein 22-Jähriger muss sich heute in Tübingen vor Gericht verantworten.

Tübingen: Prozess nach Dönermesser-Angriff

Symbolbild: Hugo Berties - fotolia.com

Tübingen/Reutlingen. Der Angestellte eines Imbisslokals soll am 24. Juli vergangenen Jahres seine 45 Jahre alte Freundin und Arbeitskollegin mit einem Dönermesser in der Reutlinger Innenstadt getötet haben. Auf seiner Flucht schlug er nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit dem 60 Zentimeter langen Messer auf Restaurantgäste und Autofahrer ein. Ein Autofahrer fuhr ihn an und stoppte ihn so.

Bei der Vernehmung des mutmaßlichen Täters hätten sich «Hinweise auf psychische Auffälligkeiten» ergeben, berichtete die Polizei kurz nach der Tat. Im Verfahren wird ein psychiatrischer Gutachter den Zustand des Mannes beurteilen, wie das Landgericht mitteilte. Der 22-Jährige sitzt in Untersuchungshaft, derzeit im Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg (Kreis Ludwigsburg). Der Täter war der Polizei bekannt, laut Staatsanwaltschaft Tübingen wegen Diebstahls und Körperverletzung. Ein Urteil wird nach 14 Verhandlungstagen Anfang April erwartet. 


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24.01.2017 - 06:42 Uhr