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The Bling Ring

The Bling Ring

"Lost in Translation"-Regisseurin Sofia Coppola porträtiert Wohlstands-Kids, die aus Langeweile in die Villen von Hollywood-Stars einbrechen.

Jetzt im Kino: Kids im Schuhschrank von Paris Hilton - Sofia Coppolas "Bling Ring"

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Jetzt im Kino: Kids im Schuhschrank von Paris Hilton - Sofia Coppolas "Bling Ring" --

01:03 min

USA

Regie: Sofia Coppola
Mit: Emma Watson, Katie Chang, Israel Broussard

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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06.08.2013
  • Klaus-Peter Eichele

Es gibt Menschen, die beim Anblick von Paris Hiltons Schuhschrank im Ekstase geraten. Die drei Mädchen und der Junge im neuen Film von Sofia Coppola („Lost In Translation“) beziehen ihre Bildung aus Klatschportalen im Internet, kennen auf Facebook keine Scham und halten Skandal-Prominente wie Hilton oder Lindsay Lohan für die Helden unserer Zeit. Weil solches Leben auf Dauer ein bisschen öde ist, verfällt die durchaus betuchten Familien entstammende Jugend-Clique eines Tages darauf, in die Villen der Angehimmelten einzubrechen und das ein oder andere Höschen oder Handtäschchen mitgehen zu lassen. Um die Beute geht’s dabei nur am Rand – entscheidend ist der Kick, den Stars ein bisschen näher zu sein als die übrigen Normalsterblichen.

Die Geschichte beruht auf realen, in einer Reportage der Zeitschrift „Vanity Fair“ dokumentierten Ereignissen, die Coppola mit exzellenten Bildern, aber ohne große emotionale Anteilnahme filmisch protokolliert. Spannung kommt dabei kaum auf: Weder gibt es einen Anlass, um die hohlen Wohlstandskids während ihrer Raubzüge zu bangen, noch regt es sonderlich auf, wenn sie einer Paris Hilton etwas von ihrem unverdienten Reichtum abknapsen. Aber auch an einer psychologischen Analyse der offenkundig schwer Persönlichkeits-gestörten Figuren hat die Regisseurin kein Interesse. Und ob sie die Geschichte für einen skurrilen Einzelfall im Umfeld Hollywoods hält, oder für das signifikante Extrembeispiel einer im wahnhaften Konsumrausch verwahrlosenden Gesellschaft, bleibt offen.

Coppolas Interpretations-Verweigerung führt den Film gefährlich in die Nähe der Oberflächlichkeit seiner Protagonisten. Am ehesten überzeugt, wenn sie sich zuweilen aufs Gebiet der (Real-)Satire vorwagt. Zum Gruseln ist der Blick in die familiären Verhältnisse einiger der Diebe; schier sprachlos macht, wenn das von Emma Watson gespielte strunzdumme Modepüppchen allen Ernstes vor Reportern schwadroniert, es plane die Gründung einer Wohltätigkeitsorganisation und wolle „irgendwann einmal ein Land führen“. Das Statement stammt übrigens wortwörtlich aus dem Mund der echten Einbrecherin.

Zeigt dumme junge Menschen, die dumme Dinge tun – zu wenig für einen schlauen Film.

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06.08.2013, 12:00 Uhr | geändert: 16.09.2013, 12:00 Uhr

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Hm, der Film lässt eher kalt, eine Mischung aus zu gewollt und zu distanziert. Das Zielpublikum sind eher die Brexit-Briten die historisch-verquast von Nolan vermittelt bekommen sollen dass mit einer stiff upper lip und nationaler Einheit eine Schlacht zwar verloren gehen kann, der Krieg aber gewonnen wird. Am Ende sind alle Helden. Rule Britannia, we'll be back.
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