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Wie ein Albtraum

TV Neuhausen verliert gegen den Tabellenletzten

2200 Zuschauer waren am Samstag in der Tübinger Paul-Horn-Halle beim Handball-Bundesligaspiel. Die meisten davon wollten den TV Neuhausen gegen den Tabellenletzten TuSEM Essen siegen sehen. Sahen sie aber nicht: Essen hat mit 32:24 (17:13) gewonnen.

04.03.2013
  • von Tobias Zug

Tübingen. Allzu oft schaut sich Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer Handball-Bundesligaspiele in der Paul-Horn-Halle nicht an. Am Samstag war einer seiner seltenen Besuche. Unter der Anzeigetafel stand er da in der ersten Hälfte, ganz oben, Stehplatz. Und sah ausgerechnet „unser mit Abstand schlechtestes Spiel des Jahres“, wie Neuhausens Trainer Markus Gaugisch später sagte.

Den Neuhausenern gelang gegen den Tabellenletzten nämlich so viel wie fast nichts. „In jeder Situation waren die cleverer“, sagte TVN-Kreisläufer Daniel Reusch. Die, das waren die Essener Spieler, denen Reusch, konsterniert am Anschreibetisch sitzend, zuschauen musste, wie diese hopsten, rumtollten und übereinander herfielen – wie man sich eben freut, wenn man gerade den ersten Auswärtssieg in einer Bundesliga-Saison geschafft hat.

Den holten die Essener auch, weil aus dem Rückraum der Neuhausener kaum was kam, was als Gefahr für das TuSEM-Tor bezeichnet werden konnte. Die TVN-Rückraumspieler rannten sich immer wieder an der 6:0-Abwehr fest, in der vor allem Fabian Böhm und Toon Leenders richtige Freude am Ringkampf mit den ihnen auflaufenden Neuhausenern hatten. „Keiner hat sein Duell mit seinem Gegenspieler gewonnen“, grantelte Daniel Reusch. Keiner „außer Marcel Schiller“, wie Trainer Markus Gaugisch sagte.

Schiller, Neuhausens Linksaußen und Torjäger, „war der einzige, der dem Torwart auch mal eine Aufgabe stellte“, wie Gaugisch sagte. Ob bei Tempogegenstößen, Siebenmetern oder beim Aufbau: Kam Schiller zum Wurf, hatte Neuhausen danach fast immer wieder ein Tor mehr, insgesamt zehn Treffer erzielte er. „Ansonsten war der Abschluss heute nicht bundesligatauglich“, sagte Gaugisch.

Essen dagegen traf gleich von Beginn an nach Belieben. Die erste Viertelstunde bezeichnete TuSEM-Trainer Christian Prokop als „beinahe perfekt“. Für Neuhausens Torhüter Thomas Bauer war es dagegen „wie ein Albtraum“, wie er sagte. Keinen Wurf hielt er da. Und deshalb raus ging, Magnus Becker für ihn ins Tor rückte. Der hielt fortan den einen oder anderen Wurf, beim 9:8 ging Neuhausen auch erstmals in Führung. In der voll besetzten Halle klatschten sich die Zuschauer die Finger wund mit den Pappen, auch TVN-Kreisläufer Alexander Becker wurde in dieser Phase oft gut freigespielt und kam zum Abschluss.

Doch das TVN-Rückraum-Dilemma blieb bestehen. Dazu vergaben die Neuhausener viele freie Würfe. Und nach der Pause lief alles gegen sie. Thomas Bauer kehrte zwar wieder ins Tor zurück und hielt auch die ersten Würfe, doch Essens Torhüter Jan Kulhanek parierte fast alles: freie Würfe, die schwachen aus dem Rückraum sowieso. Essen zog ruckizucki von 17:13 auf 21:14 davon. Als der Vorsprung nach einer dreiviertel Stunde gar auf zehn Tore ausgebaut wurde, klatschten die TVN-Fans zwar fleißig weiter. An einen Sieg ihrer Mannschaft war da aber kaum mehr zu denken. „Genauso haben wir es uns nicht vorgestellt“, sagte TVN-Torhüter Thomas Bauer.

TV Neuhausen: Bauer, Magnus Becker; Theilinger, Alexander Becker (3), Schuldt (1), Keinath, Trost, Reusch (4), Schiller (10/4), Heib, Michalik (2), Büdel, Schröder (4), Bader.

TV Neuhausen verliert gegen den Tabellenletzten
Wenn Ringen schon nicht mehr olympisch sein soll: Neuhausens Ralf Bader (unten, TV Neuhausen) im „Abstiegskampf“ gegen Fabian Böhm. Bilder: Ulmer

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04.03.2013, 12:00 Uhr
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