Gastro-Tipp

Szechuan-Küche für Schwaben und Landsleute

Von CAROLINE HOLOWIECKI

Hühnerfüße, Schweineohren, Bluttopf: Bei CQ Flavour in Sillenbuch wird typisch Chinesisches serviert.

Szechuan-Küche für Schwaben und Landsleute

Geschäftsführerin Juan He am Büffet. Foto: Caroline Holowiecki

Stuttgart. Das chinesische Restaurant CQ Flavour sieht von außen aus, wie sich der Deutsche ein chinesisches Restaurant vorstellt. Zunächst spaziert man im Einkaufszentrum Sillenbucher Markt unter einem Bogen mit Schnitzereien hindurch, drinnen kann man sich am Büfett laben oder an den dunklen Tischen à la carte bedienen lassen. Pekingsuppe, Frühlingsrollen und Ente auf Gemüse werden serviert. Wie man es halt kennt. Außer, man gerät an Juan He. Die Geschäftsführerin berät die Gäste gern und empfiehlt dann ausschließlich etwas vom zweiten Teil der Speisekarte. Und der hat‘s in sich.

Denn wer weiterblättert, macht in der Regel erst mal große Augen. Sauer-scharf eingelegte Hühnerfüße, gebratene Schweineknorpel mit Kreuzkümmel, Chili und Sichuan-Pfeffer, eine Kaltspeise aus Schweineohren-Streifen, gebratene Hühnermägen oder Schweinedickdarm mit Bohnenpeperoni sowie Schweineblut-Topf. Juan He weiß, dass viele Deutsche sich bei solchen Gerichten erst mal schütteln, „aber das gehört zu unserer Esskultur“. Auch weniger Wildes, etwa Pangasiusfilet oder Lamm, werden angeboten. Wer‘s für den Einstieg lieber fleischlos mag, kann sich an Salat aus Lotuswurzel-Scheiben oder einer Kaltspeise aus Bohnenpulver-Pudding in scharfer Soße probieren. Vieles ist vegan, betont Juan He.

Aber ob mit oder ohne Fleisch: Serviert wird bei CQ Flavour das, was Chinesen in ihrer Heimat essen. Der Inhaber des Restaurants, Pei Wu, wurde in Chongqing geboren – darauf beziehen sich auch die zwei Anfangsbuchstaben des Lokal-Namens. Von zu Hause hat er die typische Szechuan-Küche mitgebracht: besonders scharf, sehr würzig und ölig, da in extra heißem Fett gebraten. Auffallend viele chinesische Landsleute kommen nach Sillenbuch zum Essen: Chinesische Delegationen aus den umliegenden großen Firmen oder Gäste, die die Aromen von zu Hause vermissen. Aber auch immer mehr Schwaben trauen sich an die exotischen Gerichte heran. „Viele Deutsche sind super mutig“, lobt Juan He. Und sie betont: Wer sich traut, ist überzeugt. Caroline Holowiecki

Info www.cqflavour.de


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05.10.2017 - 06:00 Uhr