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Was bringt das neue Kinojahr?

Superhelden, King Kong und das Pubertier

Fortsetzungen und Neuauflagen ohne Ende: Auf der Leinwand tummeln sich in diesem Jahr wieder Superhelden und Schönheiten, Mumien und Monster aller Art.

04.01.2017
  • MAGDI ABOUL-KHEIR

Die Schöne und das Biest? Ja, die beiden auch. Aber es sind viele Schönheiten und wohl noch mehr Biester, die sich 2017 wieder auf der Kinoleinwand tummeln.

Und so romantisch wie in „Beauty and the Beast“, das als Disney-Remake im März mit der wirklich schönen Emma Watson anlaufen wird, geht es dabei nicht immer zu. Tatsächlich werden einige der berühmtesten Kino- Monster wiederbelebt. So kommt in „Kong: Skull Island“ (März) der riesigste aller Riesenaffe zurück – wenn man den Trailern glauben mag, ist er so groß wie noch nie. Im Mai treibt das Alien in Ridley Scotts „Covenant“ erneut sein Unwesen, und Universal lässt in „The Mummy“ (Juni) Tom Cruise gegen eine Untote antreten; auch Russell Crowe mischt als Dr. Jekyll und Mr. Hyde mit.

Romantik plus SM

Aber zurück zur Romantik, allerdings in der SM-Variante: Im Februar geht es mit „Fifty Shades of Grey“ weiter. Was Fans wünschen, spielt Hollywood eben. „Fast & Furious“ (April) heißt es bereits zum achten Mal, die „Guardians of the Galaxy“ (April) legen zum zweiten Mal los, die „Piraten der Karibik“ (Mai) zum fünften, ebenso die „Transformers“ (Juni), und auf auf dem „Planet der Affen“ (August) geht es zum dritten Mal zur Sache.

Comic-Schmiede Marvel bringt 2017 gleich drei Blockbuster heraus: Außer den „Guardians“ tritt mit Tom Holland ein neuer Spider-Man an („Homecoming“, Juli), und das dritte Thor-Abenteuer „Ragnarok“ (Oktober) hat mit Taika Waititi einen echt schrägen Regisseur. Marvel-Konkurrenz DC schickt „Wonder Woman“ (Juni) und die „Justice League“ (November) ins Rennen. Der erfolgreichste Film des Jahres, jede Wette, startet dann im Dezember: „Star Wars – Episode 8“. Der tollste Held wird aber wohl ein anderer sein: der „Lego Batman“ (Februar).

Zu Jahresbeginn ist in Deutschland die amerikanische Oscar-Ware zu sehen: das Musical „La La Land“ sowie die Dramen „Manchester by the Sea“, „Jackie“ und „Moonlight“. Gruselfans können sich derweil auf Gore Verbinskis „A Cure for Wellness“ (Februar) freuen, der vor allem auf Burg Hohenzollern gedreht wurde.

Ein Königreich für eine neue Idee? Nicht in Hollywood. Die Ritter der Tafelrunde galoppieren wieder los („King Arthur“, März), während der Anime-Klassiker „Ghost in the Shell“ (März) mit Scarlett Johannssen neu aufgelegt wird. Sogar „Baywatch“ (Mai) landet auf der großen Leinwand, wenigstens als Komödie. Mit „Der dunkle Turm“ (August) geht es an Stephen Kings gewaltigen Romanzyklus, und Kenneth Branagh setzt eine tolle Schauspieler-Riege aufs Gleis: „Mord im Orient-Express“ (November).

Weitere Event-Filme im Anflug: Luc Besson adaptiert den fantastischen Kult-Comic „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ (Juli), Christopher Nolan bringt das Kriegsepos „Dunkirk“ (Juli) heraus, und Denis Villeneuve darf sich mit „Blade Runner 2049“ (Oktober) an der Fortsetzung eines Science-Fiction-Heiligtums versuchen, sogar mit Harrison Ford.

Von Ritter Rost bis Paddington

Ohnehin gibt es Fortsetzungen ohne Ende: von Ritter Rost bis „Resident Evil“ (beide Januar), von den Schlümpfen (April) bis zu Paddington (Dezember). Fortgesetzt werden auch so unterschiedliche Filme wie „Trainspotting“ (Februar), „World War Z“ (Juni), „Kingsman“ (Oktober) und „Pitch Perfect“ (Dezember). Von den Animations-Hits „Ich – Einfach unverbesserlich“ (Juni) und „Cars“ (September) kommen die dritten Folgen in die Kinos.

Da mag das deutsche Kino nicht zurückstehen, mit Fortsetzungen von „Conni“, „Bibi & Tina“, „Ostwind“ und dem „Kleinen Vampir“. Andreas Dresen holt „Timm Thaler“ (Februar) aus den 70ern in die Gegenwart, Helene Hegemann hat ihr eigenes Skandalbuch „Axolotl Roadkill“ (Juni) verfilmen dürfen, und Michael Herbig will sich vom Klamauk verabschieden: mit „Bullyparade – Der Film“ (Juli). Und statt King Kong gibt es in Deutschland das „Pubertier“ (Oktober).

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04.01.2017, 11:11 Uhr

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Hm, der Film lässt eher kalt, eine Mischung aus zu gewollt und zu distanziert. Das Zielpublikum sind eher die Brexit-Briten die historisch-verquast von Nolan vermittelt bekommen sollen dass mit einer stiff upper lip und nationaler Einheit eine Schlacht zwar verloren gehen kann, der Krieg aber gewonnen wird. Am Ende sind alle Helden. Rule Britannia, we'll be back.
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