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Hintergrund Fall Mollath

Streit um neue Untersuchung

Der freigelassene Psychiatrie-Insasse Gustl Mollath soll erneut psychiatrisch begutachtet werden. Wegen des Wiederaufnahmeverfahrens am Landgericht Regensburg soll die Schuldfähigkeit des 57 Jahre alten Nürnbergers überprüft werden, der jahrelang gegen seinen Willen in der Klinik untergebracht war.

13.12.2013
  • DPA

Das bestätigte Gerichtssprecher Johann Piendl. Der Fall Mollath wird voraussichtlich im Frühjahr neu aufgerollt.

Mollath lehnt wie bisher auch eine Begutachtung ab. Er sei nicht psychisch krank, teilte sein Hamburger Anwalt Gerhard Strate mit. Mollath selbst sieht sich als Opfer eines Komplotts seiner Ex-Frau und der Justiz, weil er Schwarzgeldgeschäfte aufgedeckt habe.

Bei einer Weigerung müsse Gutachter Norbert Nedopil nach Aktenlage entscheiden, erklärte Johann Piendl.

Mollath saß seit 2006 in der Psychiatrie, weil er seine Frau misshandelt und Autoreifen zerstochen haben soll. In diesem Sommer kam er frei. Mehrere Gutachter hatten ihm "Wahnvorstellungen" attestiert und ihn als allgemeingefährlich eingestuft und deshalb seine Einweisung in die Gerichtspsychiatrie empfohlen. In der Regel fußten ihre Einschätzungen auf Mollaths Straf- und Patientenakte.

Streit um neue Untersuchung
Gustl Mollath soll sich nach den Wünschen der Justiz einem neuen Gutachten unterziehen. Foto: dpa

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13.12.2013, 12:00 Uhr

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