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Streit über Bordell in CDU: Maag droht mit Rücktritt
Karin Maag (CDU). Foto: Monika Skolimowska/Archiv dpa/lsw
Stuttgart

Streit über Bordell in CDU: Maag droht mit Rücktritt

Ein Bordell entzweit die Stuttgarter CDU: Weil der Schatzmeister Miteigentümer der größten Puff-Immobilie in der Landeshauptstadt ist, droht die Vizekreisvorsitzende mit Rücktritt.

08.11.2017
  • dpa/lsw

Stuttgart. «Meine Werte sind andere», sagte die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Unionsfrauen im Bundestag, Karin Maag, am Mittwoch in Stuttgart. Mit einem führenden Amt in der CDU sei ein Engagement im Rotlichtmilieu aus ihrer Sicht nicht vereinbar, bestätigte Maag einen entsprechenden Bericht in der «Stuttgarter Zeitung» vom Mittwoch. Bis zur nächsten Kreisvorstandssitzung am 4. Dezember wolle sie Klarheit. Vorher solle es aber noch ein klärendes Gespräch mit dem Schatzmeister geben.

Das Thema sei bei der jüngsten Vorstandssitzung kontrovers diskutiert worden, berichtete Maag. Der Schatzmeister, der seit gut einem Jahr im Amt ist, habe die Angelegenheit als Privatsache bezeichnet. Wie die CDU der Zeitung bestätigte, ist der Mann seit vielen Jahren an einer Immobiliengesellschaft beteiligt, der das Bordell in der Innenstadt gehört.

Maag bekräftigte ihre Rücktrittsdrohung, sollte der Schatzmeister seine Anteile nicht abgeben und dennoch im Vorstand der Partei bleiben. Es gehe auch um ihre persönliche Glaubwürdigkeit. Die Juristin engagiere sich seit Jahren für bessere Rahmenbedingungen und strengere Regeln in der Prostitution, hieß es.

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08.11.2017, 18:09 Uhr | geändert: 08.11.2017, 16:50 Uhr
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