Einstweilige Verfügung beantragt

Streik am Tübinger Uniklinikum fällt erst mal aus

Von frm

Der Arbeitgeberverband der Uniklinika Baden-Württemberg (AGU) hat gegen den von Verdi für Mittwoch und Donnerstag angekündigten Streik an den Uniklinika Tübingen und Freiburg eine einstweilige Verfügung beantragt.

„Wir sehen formale und inhaltliche Mängel“, erklärt UKT-Pressesprecherin Bianca Hermle. Vor allem halten die Arbeitgeber den Streik für unverhältnismäßig, da es zuvor nur ein Verhandlungstreffen gab. Verdi hat den Warnstreik daraufhin am Dienstag abgesagt. „Wir wollen keine juristische, sondern eine politische Entscheidung“, betont Bezirksgeschäftsführer Benjamin Stein. Das zuständige Gericht hätte erst am Mittwoch während des Streiks entschieden. Den Protestzug von den Unikliniken Berg zum Holzmarkt von 11 bis 13 Uhr soll es trotzdem geben. Verdi will sich am Freitag intern beraten und dann eventuell wieder mit den Arbeitgebern verhandeln – auch Hermle hofft, dass man sich noch einmal an einen Tisch setze. „Die bewegen sich aber bei unserer Kernforderung nicht“, glaubt Stein. Das UKT versucht nun, den Normalbetrieb wiederherzustellen: Bis Dienstag waren schon mehr als 50 Prozent der geplanten Operationen abgesagt worden. Die Patienten werden nun telefonisch informiert.


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08.11.2017 - 01:00 Uhr