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Dem Hochwasser keine Chance

Startschuss für ein erstes großes Rückhaltebecken

Von Überflutungen verschont bleiben – das möchte Bodelshausen künftig. Deshalb investiert die Gemeinde kräftig in Schutzmaßnahmen. Gestern wurde im Stockerweg nun mit dem Bau des ersten von 14 Regenrückhaltebecken begonnen.

13.09.2012
  • Amancay Kappeller

Bodelshausen. Besonders schlimm traf es Bodelshausen 2007 und 2008: Jeweils im Juni hieß es in der Krebsbachgemeinde aufgrund von Starkregen in Form von Jahrhunderthochwassern „Land unter“. In der Ortsmitte liefen reihenweise Keller voll, Bäche traten über die Ufer und überfluteten das Dorf. Dabei entstanden erhebliche Schäden.

Damit es in Bodelshausen künftig keine Flutopfer mehr gibt – wegen der Tallage fließt das ganze Wasser von den Außengebieten auf den Ort zu, 17 Zuflüsse laufen in den Ortskern –, wird umfassend in den Hochwasserschutz investiert: 6,5 Millionen Euro lässt sich die Gemeinde die Maßnahmen kosten. Die Projekte, 30 Stück an der Zahl, werden schrittweise in den nächsten fünf Jahren umgesetzt. Dabei handelt es sich vor allem um Hochwasserrückhaltebecken und Kanalaufweitungen.

1,3 Millionen Euro davon wurden bereits „verpulvert“, etwa für Rohraufweitungen in der Daimlerstraße und in der Steigstraße oder für die Wassergrabenableitung in der Oberhausener Straße zum Höllbach hin. Außerdem wurde der Feldweg im Gebiet „Oberwiesen“ erhöht, um tausend Kubikmeter Regenwasser zurückhalten zu können.

Einen Überblick über bereits umgesetzte sowie noch umzusetzende Hochwasser-Schutzmaßnahmen im Ort gab Bürgermeister Uwe Ganzenmüller am Mittwoch beim Spatenstich zum ersten von 14 geplanten Regenrückhaltebecken in und um Bodelshausen. Dieses entsteht auf dem Sportgelände Gerstlaich, Ecke Stockerstraße / Ofterdinger Straße. Rund 600 000 Euro „verschlingt“ der Bau des Beckens, welches 3240 Kubikmeter Wasser fasst und später komplett eingezäunt wird. Der bestehende Wassergraben werde am oberen Ortsrand gefasst, verdolt und in Richtung Becken geleitet, erläuterten Mitarbeiter des mit dem Konzept betrauten Neustettener Ingenieurbüros für Siedlungswasserwirtschaft.

Neben Uwe Ganzenmüller griffen auch Bodelshäuser Gemeinderäte symbolisch zu den Spaten; der Rathauschef höchstpersönlich grub mit dem bereitgestellten Bagger ein erstes Loch in die noch jungfräuliche Wiese. Er freue sich sehr, dass es „nach fünf Jahren Planungs- und Genehmigungsphase“ nun endlich losgehe, so der Schultes der Krebsbachgemeinde. Die intensive Vorbereitung habe sich gelohnt, sagte Ganzenmüller: „Wir bauen in den nächsten fünf Jahren eine Hochwasser-Gesamtschutzmaßnahme, die durch Wassersimulationsberechnungen, durch hydraulische Becken- und Rohrberechnungen, eine Umweltverträglichkeitsprüfung und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung im Detail durchgeplant ist“. Hochwasserschutz sei für die Bevölkerung sehr wichtig und habe „sehr hohe Priorität“, so Ganzenmüller.

Startschuss für ein erstes großes Rückhaltebecken
Land unter, mitten im Ort: Bodelshausen wurde immer wieder in den letzten Jahren von Fluten heimgesucht; dies war 2008.Archivbild: Franke

18 der insgesamt 30 Bodelshäuser Einzelmaßnahmen zum Hochwasserschutz – diese wurden bereits bei einer Bürgerversammlung im Jahr 2009 sowie in etlichen Gemeinderatssitzungen öffentlich vorgestellt – sind förderfähig, erklärte Bürgermeister Uwe Ganzenmüller gestern; im Vorfeld hätten „viele Planungsgespräche, Behördenabstimmungen und Grunderwerbsverhandlungen“ geführt werden müssen. Die Genehmigungen für die restlichen 13 Becken stehen noch aus. Einige der geplanten Rückhaltebecken liegen auf Sickinger Gemarkung; der Ortschaftsrat hat dem Bau aber bereits zugestimmt, freute sich Ganzenmüller.

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13.09.2012, 12:00 Uhr
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