Von der Turnhalle zur Festhalle

Stadtarchiv erinnert an 100 Jahre Julius-Kemmler-Halle

Betzingen. Das Stadtarchiv zeigt anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Betzinger Julius-Kemmler-Halle deren Geschichte. Im Februar 1914 stellte die Stadt Reutlingen einen Bauantrag zur Errichtung einer Turnhalle in ihrem 1907 eingemeindeten Stadtteil. Die Pläne erstellte der Stadtbaumeister Adolf Kober.

Stadtarchiv erinnert an 100 Jahre Julius-Kemmler-Halle

Mit den Bauarbeiten wurde am 2. April 1914 begonnen. Trotz des Kriegsausbruchs wenige Monate später und der dadurch angespannten Wirtschaftslage konnte die Turnhalle im Sommer 1915 fertiggestellt und eingeweiht werden.

In der Folgezeit nutzten neben dem Schulsport auch die Betzinger Sportvereine die Halle für ihre Übungsstunden. Ihr Wunsch zum Ausbau in eine Festhalle fand bei den gemeinderätlichen Gremien aber keine Mehrheit.

Erst ein Umbau in den Jahren 1950/51 brachte neben einer Erweiterung, dem Einbau einer Küche und der Vergrößerung von Bühne und Garderobe auch die Möglichkeit einer Nutzung als Festhalle.

Mit einer weiteren Umgestaltung verlor die Halle dann 1970 endgültig ihre Funktion als Turnhalle. Seitdem dient sie als Festhalle für kulturelle Veranstaltungen, Vereinsfeiern und Versammlungen.

Am 29. September 1970 beschloss der Reutlinger Gemeinderat die Benennung der Halle nach dem Betzinger Fabrikanten Julius Kemmler (1892-1968).

Das Stadtarchiv zeigt noch bis Mitte Juni in seinen Vitrinen im Rathaus Dokumente und Fotos aus der 100-jährigen Geschichte der Julius-Kemmler-Halle. Die Schau ist während der üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen.

ST/Bild: Stadtarchiv


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24.05.2015 - 12:00 Uhr