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Spaniens König befeuert den Konflikt um Katalonien
Spaniens König Felipe während seiner Ansprache an die Nation. Foto: afp/Francisco Gomez, Casa Real Foto: afp/Francisco Gomez, Casa Real
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Spaniens König befeuert den Konflikt um Katalonien

Die Separatisten in Barcelona erhalten weiter Auftrieb. Eine Ansprache des spanischen Königs lässt Gespräche mit Madrid noch unwahrscheinlicher werden.

05.10.2017
  • MARTIN DAHMS

Barcelona. Auf den spanischen König hören die katalanischen Separatisten schon lange nicht mehr. Sie leben im Geiste schon in einer unabhängigen Republik Katalonien. Um ihre Verachtung für den Monarchen zu demonstrieren, verlegten sie am Montagabend ihr Kochtopfkonzert, das gewöhnlich um 22 Uhr stattfindet, um eine Stunde vor: genau auf den Beginn der königlichen Ansprache an die Nation. Während der Rede, die von allen großen Fernsehsendern ausgestrahlt wurde, schwoll der Lärm in Barcelona immer weiter an, Auto- und Motorradfahrer unterstützten ihn mit wildem Gehupe.

Die Rede des Königs hat die Stimmung in Katalonien weiter angeheizt. Felipe versuchte gar nicht erst, Brücken zu den rebellischen Separatisten zu bauen, stattdessen las er ihnen die Leviten. „Sie haben alle demokratischen Prinzipien eines jeden Rechtsstaates gebrochen, sie haben die Harmonie und das Zusammenleben in der katalanischen Gesellschaft selbst untergraben“, sagte er. Und wie eine Bombe ließ er den Satz fallen: „Es ist die Verantwortung der legitimen Mächte des Staates, die verfassungsmäßige Ordnung und das normale Funktionieren der Institutionen zu sichern.“ Das war der königliche Segen für alle Schritte, die die spanische Regierung in den kommenden Tagen gegen die katalanischen Separatisten unternehmen wird.

Die Positionen sind damit abgesteckt. Das katalanische Parlament wird voraussichtlich am Montag die Unabhängigkeit erklären. Die spanische Regierung wird diese Erklärung nicht nur ignorieren, sondern mit aller ihr zur Verfügung stehenden Macht gegen die Anstifter vorgehen.

Der letzte Funke, der den katalanischen Brand entzünden könnte, wäre die Festnahme von Regionalpräsident Carles Puigdemont und anderen separatistischen Politikern. Das würde hunderttausende Katalanen auf die Straße treiben, und viele von ihnen werden nicht so friedlich bleiben wie bisher. Ein einziges Machtmittel der Regierung in Madrid scheint in diesen Tagen erste Folgen zu zeigen: die Kontrolle über die katalanischen Finanzen. Der Regionalregierung geht das Geld für weitere Abenteuer aus.

Martin Dahms

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05.10.2017, 06:00 Uhr
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