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Ruhm ist Nebensache

Schauspieler Dustin Hoffman wird 75 Jahre alt

Dustin Hoffman ist einer der Großen in Hollywood. Dabei ist er mustergültig normal. In seinem Repertoire fehlte lange nur eine Rolle: der Macho.

07.08.2012
  • von BETTINA THIENHAUS, EPD

Kein bisschen eitel und doch ein Star - Dustin Hoffman kann an seinem 75. Geburtstag am 8. August auf eine lange und vielfältige Hollywood-Karriere zurückblicken. Der Mann mit dem vergnügten Lächeln war schon in den unterschiedlichsten Rollen zu sehen.

In "Little Big Man" (1970) spielte er einen Indianer, in "Die Unbestechlichen" (1976) den Watergate-Enthüllungs-Journalisten Carl Bernstein, in "Kramer gegen Kramer" (1979) einen kämpferischen Vater, in der Komödie "Tootsie" (1982) war er ein Mann, der aus Not eine Frau spielt und im Psychodrama "Rain Man" (1988) Autist. In "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" (2004) gab er einen unkonventionellen Familienvater, in "Liebe auf den zweiten Blick" (2009) den liebenswerten Loser.

Die Karriere wurde dem Schauspieler in die Wiege gelegt: 1937 kam Dustin Lee Hoffman in der Filmstadt Los Angeles auf die Welt. Seine kinobegeisterten Eltern nannten ihn nach dem Stummfilmstar Dustin Farnum. Der junge Hoffman besuchte die Schauspielschule des Pasadena Playhouse "wegen der hübschen Mädchen, die man dort treffen kann". Er traf dort einen lebenslangen Freund: Gene Hackman. Und mit einem "Mädchen" hat es letztlich auch geklappt: Seit 32 Jahren ist er mit der Anwältin Lisa Gottsegen verheiratet. Die Familie ist dem mehrfachen Vater so wichtig wie die Karriere und politisches Engagement, etwa gegen den Irak-Krieg.

Mit Anfang 20 ging er nach New York, um sich am Theater als Charakterdarsteller zu versuchen. Er hatte auf Anhieb Erfolg. Der Hollywood-Durchbruch folgte 1967 mit Mike Nichols "Die Reifeprüfung". Hoffman war damals 30, sah aber so jungenhaft aus, dass er ohne Weiteres einen 20-Jährigen spielen konnte. Für die Rolle des Ben erhielt er den "Golden Globe" als bester Nachwuchsdarsteller - die erste von zahlreichen Auszeichnungen, darunter zwei Oscars und der AFTA-Award für sein Lebenswerk.

Doch Ruhm sei für ihn Nebensache. Er möchte "mit Leuten arbeiten, die interessant sind." Sein Leben sei durchaus auch mal traurig oder deprimierend gewesen, aber nie langweilig, sagt er rückblickend. "Nichts ist für mich selbstverständlich. So etwas lernt man mit dem Alter." Seine minuziöse Vorbereitung auf den jeweiligen Part ist so legendär wie sein Repertoire. Ein Rollentyp allerdings hat Hoffman lange gefehlt: der Macho.

Das holte er als Zocker Ace zuletzt in der TV-Rennbahn-Serie "Luck" nach. Bis die Dreharbeiten im Frühjahr 2012 nach dem Tod von drei Pferden eingestellt wurden.

Schauspieler Dustin Hoffman wird 75 Jahre alt
Dustin Hoffman, der morgen 75 wird, im Jahr 2008 bei einem Fototermin zum Film "Kung Fu Panda" beim Filmfest in Cannes. Foto: dpa

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07.08.2012, 12:00 Uhr

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… Natürlich muss jemand, der sich so lange mit dem Ausmaß des Problems befasst hat und gesehen hat, wie einfach es ist, die Lösung zu leben, übereifrig werden und evtl. fanatisch klingen. Für Public Relations fehlt der Regisseurin die Ausbildung und die Meister der Propaganda sitzen eben in den Werbeabteilungen der Tabak-& Fastfoodkonzerne und sorgen weiter für "Nach-mir-die-Sintflut-Konsum". Doch sie als Dschihadist zu beschuldigen?!? Ist DIESES Wort wirklich für übereifrige Aktivisten&Weltverbesserer, die keiner Fliege was zu leide tun, angebracht? Und Demagogie? Wo ist die Rolle der Presse? Wollen Sie wirklich polarisieren, der Divide&Conquer-Strategie Munition liefern und Öl ins Feuer gießen? DAS ist Demagogie. 
Mark Gessat über Hope For All
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