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Rottenburger Schülerfilm bekommt zwei Jugendfilmpreise
Das Filmteam der Realschule Rottenburg bei der Preisverleihung. Vordere Reihe, von links: Maximilian Keller, Maria Walz, Dara Pasuta, Katharina Wagner, Tim Büchner, Yassin Bartz und Lehrer Dennis Klein. Bild: von zur Gathen
Groteske zur Flüchtlingsproblematik

Rottenburger Schülerfilm bekommt zwei Jugendfilmpreise

Die Theater AG der Realschule hat mit „Black Box“ zwei baden-württembergische Jugendfilmpreise abgeräumt.

07.12.2016
  • ele

Mit ihrem Kurzfilm „Black Box“ hat die Theater AG der der Rottenburger Realschule im Kreuzerfeld beim Wettbewerb um den baden-württembergischen Jugendfilmpreis 2016 überraschend zwei Auszeichnungen gewonnen: Die Filmgroteske über die aktuelle Flüchtlingsproblematik wurde am vergangenen Sonntag in Stuttgart in der Kategorie „bester Film“ sowie für die „beste schauspielerische Leistung“ ausgezeichnet.

Wie berichtet, hatten die Schüler/innen der Theater-AG den Film im Schuljahr 2015/16 unter Leitung ihres Lehrers Dennis Klein gedreht. In grotesker Überzeichnung schildern sie am Beispiel des „Ekels“ Harald Möller und seiner Familie, wie diese mit dem Einzug senegalesischer Flüchtlinge in eine Abwärtsspirale von Hass und Gewalt gerät. Harald unternimmt alles, nur um die als „Pack“ titulierten Senegalesen aus dem Haus zu vertreiben. Sohn Sebastian schließt sich einer nationalsozialistischen Untergrundbewegung an, die Familie droht zu zerbrechen.

Eigentlich hätten sie sich keine großen Chancen ausgerechnet, aufs Treppchen zu steigen, teilte Lehrer Dennis Klein gestern mit. Die Konkurrenz sei groß gewesen, da sich viele Studierende der Filmakademie Baden-Württemberg beworben hätten. „Black Box“ sei mit minimalen Mitteln gedreht worden, ohne nennenswerte Farbkorrektur oder aufwendiges Tondesign. Das Budget habe im Wesentlichen aus Geldern des LoBin Bildungswerks Rottenburg und des Fördervereins der Realschule Rottenburg bestanden.

Als dann Yassien Bartz, der im Film den „Harald“ spielt, im Stuttgarter „Metropol“-Kino den Preis für die beste schauspielerische Leistung erhielt, sei die Gruppe „mehr als baff und absolut stolz“ gewesen, berichtete Klein. Noch größer war die Freude, als „Black Box“ auch noch den Preis für den „besten Film“ bekam – die höchste Auszeichnung, die man in Baden-Württemberg für einen Jugendfilm bekommen kann.

Die Begründung der Jury lautete: „Skurril und sprachgewandt, mit Humor uns Überzeichnung gelingt es der Filmgruppe, 50 Minuten lang die Spannung zu halten und gleichzeitig das Thema nicht die Ernsthaftigkeit zu nehmen. (. . .) Der Film lebt von der großartigen schauspielerischen Leistung von Yassien Bartz als Harald, dem Familienvater, und von dem wunderbaren Drehbuch mit der fantastischen Idee der ,Black Box‘. Der Film ist eine super Ensemble-Leistung der Theater AG der Kreuzerfeld-Realschule in Rottenburg.“

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07.12.2016, 01:00 Uhr

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I like that comment "Denzel Washington redet einfach zu viel"! Das bringt das Problem mit diesem Schauspieler auf einen Punkt. Die Filme, die er macht, hören sich spannend an, sind aber stinklangweilig und viel zu lang und außerdem redet der Denzel die ganze Zeit. Ich habe den Film gesehen mit dem Zug, der sich selbstständig macht (gähnend langweilig), mit dem Piloten, der alkoholisiert fliegt (nach dem Film haben wir uns dumm angeschaut und uns gefragt, wer die blöde Idee hatte, in diesen Film zu gehen). Diesen Film werde ich mir NICHT anschauen, der wirkt schon so holzschnitzartig, dass mir der Trailer reicht. Außerdem finde ich blöd, dass Denzel Washington als privelegierter Mensch das Rassissmusproblem immer unter den Teppich kehrt, nach dem Motto: Leute werden immer und überall benachteiligt, da braucht sich keiner so anzustellen..
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