Tübingen

Rettet die Au!

Von Alexander Stock, Tübingen

Laut Herrn Palmer (auf Facebook) ist die Auswahl der 5000 Befragten eine „Zufallsauswahl“, die er als „extrem repräsentativ“ bezeichnet. Nun ist aber „repräsentativ“ etwas anders definiert: Peter von der Lippe und Andreas Kladroba fassen das intuitive Konzept der Repräsentativität wie folgt zusammen:

„Die gängige Vorstellung von Repräsentativität lässt sich wohl am besten folgendermaßen beschreiben: Die Auswahl einer Teilgesamtheit ist so vorzunehmen, dass »aus dem Ergebnis der Teilerhebung möglichst exakt und sicher auf die Verhältnisse der Gesamtmasse geschlossen werden kann«. Dies ist dann der Fall, »wenn sie [die Teilerhebung] in der Verteilung aller interessierenden Merkmale der Gesamtmasse entspricht, das heißt ein zwar verkleinertes, aber sonst wirklichkeitsgetreues Abbild der Gesamtheit darstellt«. (Berekoven u.a., 1999, S. 50). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass im allgemeinen Sprachgebrauch Repräsentativität einer Teilgesamtheit dann vorliegt, wenn sie in bestimmten Merkmalen eine ähnliche Struktur aufweist wie die Grundgesamtheit. Daraus wird gefolgert, dass man dann – und für viele Autoren (zum Beispiel Zentes 1996, S. 383) nur dann – von der Teil- auf die Grundgesamtheit schließen kann.“ (aus Wikipedia)

Das heißt: die Befragung von 5000 zufällig ausgewählten BürgerInnen gibt keinerlei Aufschluss darüber, was die Gesamtheit der Bürger/innen zu dem Thema Au denkt. Soviel zum Thema, ich hätte keine Ahnung, Herr Palmer. Wie sieht es mit Ihrer Ahnung aus? Rettet und erhaltet die Au!


Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

(c) Alle Artikel und sonstigen Inhalte der Website sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.


11.11.2017 - 01:00 Uhr