Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Rennschwein Rudi Rüssel 2

Zwölf Jahre nach seinem ersten Auftritt tritt Rudi Rüssel nochmals in Aktion.

Zwölf Jahre nach seinem ersten Auftritt tritt Rudi Rüssel nochmals in Aktion.

RENNSCHWEIN RUDI RÜSSEL 2
Deutschland

Regie: Peter Timm
Mit: Sebastian Koch, Sophie von Kessel, Maurice Teichert

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
24.11.2015
  • ST

Auf Kuba stationierte sowjetische Atomraketen nur fünf Minuten von den eigenen Haustür entfernt? Das wollten sich Kennedy und Konsorten im Oktober 1962 dann doch nicht gefallen lassen. Als Kuba-Krise ist das politische Kalte-Krieg-Kräftemessen am Rande eines Atomkriegs so in die Geschichtsbücher eingegangen.

"Der große rote Hund schnüffelt in unserem Vorgarten, und deshalb ist es gerechtfertigt, ihn zu erschießen", sagt der kriegstreiberische General LeMay in Roger Donaldsons beinahe dokumentarisierender Thrillerversion des historischen Beinahe-Desasters. Der rote Hund wurde vor 40 Jahren aber nicht erschossen. Und in seinem Lehrstück über diplomatische Politik erklärt Donaldson, weshalb nicht.

Die Politik ist dabei nicht ein Nebenschauplatz, der zwischen Action-Sequenzen Platz findet. Politik wird hier ernst genommen. Im Klartext: es wird geredet, debattiert, gestritten und gehirnt, dass die Köpfe qualmen. Hochdekorierte Militärs fluchen auf die Kennedys, und natürlich trägt dies zu deren Mythologisierung bei.

Wie das Gemälde eines einsamen Büffels im Oval-Office ist Präsident John F. (Bruce Greenwood) stets der einsame, wenn auch hilfsbedürftige Streiter, und sein Bruder Bobby (Steven Culp) wird zum Verfechter diplomatischer Lösungen gegen kriegsgeile Generäle, die so Sachen sagen wie: "Nur Schwächlinge schlafen, Mr. President." Der kühle Kopf im Hintergrund ist aber des Präsidenten persönlicher Berater Kenneth O’Donnell (Kevin Costner), der im gespannten Taktik-Hin-und-Her die eigentlichen Fäden zieht.

Nach zweieinhalb Stunden des Debattierens in muffigen Büros mit ebenso wohl platzierten wie kurzen Action-Einsprengseln wundert man sich aber doch, wie spannungsvoll Regisseur Donaldson die bildlich eigentlich undramatische Situation aufgelöst hat. Da sei auch verziehen, dass aller Präsidenten-Heroisierung zum Trotz am Ende doch die Demut triumphiert. Und der echte J.F.K. aus dem Off spricht: "Und wir sind alle sterblich."

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
02.04.2007

12:00 Uhr

m schrieb:

witzig



 
Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Auf Burg Hohenzollern gedrehter Hollywoodfilm im Kino A Cure for Wellness: Aale, Aale, überall Aale
Autorin im Arsenal, Regisseur im Waldhorn Buch und Film über die Gabe zu heilen
Hollywood-Horror auf Hohenzollern Der Fürstensitz diente als Gruselkulisse
Zuletzt kommentiert
Ein eigenwilliger Film mit der herausragend spielenden Isabelle Huppert. Die Rolle scheint ihr auf den Leib geschrieben. Der Film bricht so ziemlich jedes Tabu, das man zum Thema "Vergewaltigung" hat. Schade finde ich allerdings, dass in der Kritik von Frau Steuernagel praktisch der ganze Film nacherzählt wird (ich habe ihn Gott sei Dank vor dem Lesen gesehen). So wird viel Spannung für die Zuschauer genommen. Trotzdem ist der Film mehr als sehenswert.
Elli Emann über Elle
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Neue Trailer
Neueste

Kino Suche im Bereich
nach Begriff