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Risiken bei SSD-Speichern

Probleme Lebensdauer und Datenverlust

Irgendwann dürften Solid State Drives heutige Festplatten völlig abgelöst haben. Doch vielen Nutzern sind die Risiken der SSDs gar nicht bewusst.

22.12.2012
  • von CID

Solid State Drives (SSD) ersetzen zunehmend mechanische Festplatten in Computern und sollen einmal auch zum Standardmedium in großen Datenarchivierungssystemen von Unternehmen werden. Unbestreitbar haben die Speicher gegenüber den klassischen Festplatten, in denen empfindliche Teile wie Magnetscheibe sowie Lese- und Schreibkopf in Bewegung sind, Vorteile. SSDs sind dagegen lautlos, energiesparend, robust gegen Erschütterungen und erlauben eine wesentlich schnellere Zugriffszeit auf Daten. So lässt sich etwa bei schnellen SSDs beispielsweise ein 4 GB großer HD-Film in weniger als zehn Sekunden kopieren. Dass SSDs noch nicht weit verbreitet sind, liegt an ihrem hohen Preis.

Es gibt aber auch Risiken beim Einsatz, warnen Experten von Kroll Ontrack. Das auf Datenrettung spezialisierte Unternehmen hat eine Reihe von Nachteilen von SSDs veröffentlicht. Beispiel Datenrettung: Da die Hersteller von SSDs jeweils eigene Verschlüsselungs-Lösungen verwenden, die Schlüssel jedoch zumeist nicht aus der Hand geben, ist im Falle eines Defekts eine Datenwiederherstellung so gut wie unmöglich, schreibt Kroll Ontrack.

Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, die Lebensdauer vorherzusagen. Im Gegensatz zu konventionellen Festplatten hängt sie nicht vom Verschleiß der mechanischen Bauteile ab, da diese bei SSDs fehlen, sondern von der Anzahl der Schreib- und Lesevorgänge. Je häufiger auf einen solchen Massenspeicher zugegriffen wird, desto eher wird er die ordnungsgemäße Funktion einstellen. Hier allerdings fehlen Erfahrungswerte. Laut einer Umfrage von Kroll Ontrack meinen 70 Prozent der Käufer, dass SSDs genauso lange halten würden wie mechanische Festplatten. Bewiesen ist das indes nicht.

Auch bei der Risikoeinschätzung eines Datenverlustes liegen die meisten Käufer daneben. 92 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass klassische Festplatten häufiger Daten verlieren als SSDs. Statistiken aus den Datenrettungslaboren von Kroll Ontrack belegen aber das Gegenteil: SSD-Speicher fallen ähnlich oft aus wie traditionelle HDD-Festplatten, in manchen Fällen liegen die Fehlerraten sogar höher als bei den mechanischen Vorfahren. Ontrack rät insbesondere Unternehmen, die einen Einsatz von SSDs erwägen, sich vorher umfassend zu informieren.

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22.12.2012, 12:00 Uhr

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