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Prince Avalanche

Prince Avalanche

Tragikomisches Roadmovie um zwei Loser, die in der Einöde die Fahrbahnmarkierungen von Landstraßen erneuern.

Jetzt im Kino: Zwei Loser malen Streifen auf die Straße - "Prince Avalanche"

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Jetzt im Kino: Zwei Loser malen Streifen auf die Straße - "Prince Avalanche" --

02:07 min

USA

Regie: David Gordon Green
Mit: Paul Rudd, Emile Hirsch, Lance LeGault

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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21.09.2013
  • Klaus-Peter Eichele

Wie so viele Helden des amerikanischen Independent-Kinos seit Jim Jarmusch wurden Alvin und Lance vom Leben nicht mit Samthandschuhen angefasst. Zwar gehen sie einer geregelten Arbeit nach – doch die erscheint auf skurrile Art sinnlos. In einer fast menschenleeren Gegend der USA, wo nur alle paar Stunden ein Auto vorbeikommt, pinseln sie Mittelstreifen auf die Landstraße – stunden-, tage-, wochenlang. Für seltene Abwechslung sorgt ein Trucker, der einem Serienkillerfilm entsprungen sein könnte, aber statt dem Hackebeilchen dann doch nur die Schnapsflasche zückt.

Zum Leben und zur Arbeit haben die beiden ein recht unterschiedliches Verhältnis. Der spätpubertierende Lance (Emile „Into The Wild“ Hirsch) ist abwechselnd aufgekratzt und missmutig, denkt den ganzen Tag nur an Sex, der ihm in der Einöde entgeht. Alvin (Paul Rudd) ruht dagegen auf etwas spießige Art in sich selbst: seine Gedanken kreisen um seine Frau, der er poetische Briefe schreibt, und er genießt die trotz eines Waldbrands, der die Gegend kürzlich heimgesucht hat, die verblüffend pittoresk gebliebene Natur. Trotz der Gegensätze kommen die beiden vorerst ganz passabel miteinander aus. Als Alvin aber erfährt, dass ihn seine Gattin (die Lances Schwester ist) verlassen will, beginnen es zwischenmenschlich zu brodeln.

Zum aufreibenden Drama gedeiht der auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären dekorierte Film von David Gordon Green deswegen aber nicht. Obwohl der Regisseur auch mit Genre-Versatzstücken aus Western oder Mysterykrimi jongliert, ist „Prince Avalanche“ in erster Linie, die etwas konstruierte Ausgangslage deutet’s an, eine existenzialistische Parabel im Kleinstformat. Allerdings eine ziemlich kurzweilige: Wie die Regeln des Zusammenlebens zwischen den Kontrahenten immer wieder aufs Neue ausgehandelt werden, zuweilen handgreiflich, vorwiegend aber mit den Mitteln rustikaler Alltagsphilosophie – das sprüht vor Grips und (Dialog-)Witz.

Dank der vorzüglichen Hauptdarsteller haben die beiden unterschiedlichen Männertypen von der Rückseite des amerikanischen Traums aber durchaus auch ein Eigenleben. Im perfekt rhythmisierten Wechselspiel mit der morbid idyllischen Landschaft ergibt sich daraus eine entspannt groovende Tragikomödie, die sich vor den besten Werken Jim Jarmuschs nicht zu verstecken braucht.

Eine Wir-AG probt in der Wildnis den Prozess der Zivilisation – tragisch, komisch, gut.

Spielplan

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21.09.2013, 12:00 Uhr | geändert: 23.10.2013, 12:00 Uhr

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05.10.2013

12:00 Uhr

cw schrieb:

Schwache Handlung, hohle Dialoge, kaum Witz und ein (fast) Nichts von einer Story. Enttäuschend!



05.10.2013

12:00 Uhr

WT schrieb:

Schließe mich den Kommentaren von cw und nn voll an! Ein Rätsel wie solch ein Film Preise gewinnen kann.



05.10.2013

12:00 Uhr

wt schrieb:

Schließe mich der Meinung von cw und nn an, ein Rätsel, warum dieser Film Preise gewonnen hat



03.10.2013

12:00 Uhr

nn schrieb:

schöne bilder, öde story, wenige lichte momente



 
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Hm, der Film lässt eher kalt, eine Mischung aus zu gewollt und zu distanziert. Das Zielpublikum sind eher die Brexit-Briten die historisch-verquast von Nolan vermittelt bekommen sollen dass mit einer stiff upper lip und nationaler Einheit eine Schlacht zwar verloren gehen kann, der Krieg aber gewonnen wird. Am Ende sind alle Helden. Rule Britannia, we'll be back.
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