Lossprechungsfeiern der Kreishandwerkerschaft

Preise und Belobigungen für Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Kreis

Von mdz

Der Unterschied zwischen Fußballländerspielen und Lossprechungsfeiern der Kreishandwerkerschaft ist, dass die Handwerker die Nationalhymne erst am Ende, dann aber mit deutlich größerer Beteiligung als manche Nationalkicker singen. So auch am Freitag in der Aula des Mössinger Quenstedt-Gymnasiums, wo sich Kreishandwerksmeister Norbert Schnitzler als „begeisterter Europäer“, wie er sagte, künftig auch Beethovens „Ode an die Freude“ vorstellen konnte.

Preise und Belobigungen für Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Kreis

Denn zur Freude gab es für die 168 Handwerkerinnen und Handwerker aus 20 Berufen, die ihren Gesellenbrief erhielten, allen Grund. 13 Gesellen erhielten einen Preis für einen Notenschnitt über 2,0 und 18 Männer und Frauen eine Belobigung. Vier Gesellen beendeten die praktische Prüfung als 1. Kammersiegerund jeweils drei Gesellen als 2. und 3. Kammersieger. Während einige Berufe, wie die Zimmerleute in ihrer traditionellen Kluft keine Nachwuchssorgen haben, und sich eng auf der Bühne drängen mussten, sieht es bei anderen Gewerken wie den Glasern, Fleischern und Fleischereifachverkäufern mit jeweils kaum einer Handvoll Gesellen eher mau aus. „Im nächsten Jahrgang sind es glücklicherweise wieder mehr Leute“, sagte Schnitzler. Zwar sind die meisten Bauberufe weiterhin Männerdomänen, doch bei den Malern und Lackierern staubte mit der Rottenburgerin Stefanie Bongermino eine Gesellin den Preis für die beste Prüfung ihres Gewerks und zugleich den Ehrenpreis der Bezirksvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken von 1000 Euro für die Junghandwerkerin ab. Den Ehrenpreis der Kreissparkasse, ebenfalls 1000 Euro, bei den Männern der Tübinger Zimmerer Paul Weiler. Rein weiblich war die Gesellinnenriege bei den Friseurinnen, doch im nächsten Jahrgang gebe es auch wieder Männer, sagte Schnitzler. Pech hatte einer der Junggesellen bei der Verlosung des Preises der IKK, weil er die Veranstaltung offensichtlich zu früh verlassen hatte. Bei der erneuten Ziehung freute sich Marcel Ott über die 250 Euro. Für die musikalischen Intermezzi der Feier sorgte der Ofterdinger Gospelchor „Friends“ mit Spirituals wie „Oh happy day“. Prüfungsbeste der Innungen sind Maurer Jannik Vetter aus Ammerbuch, Elektroniker Niklas Steiner aus Rottenburg, Feinwerkmechaniker Florian Rieker aus Bodelshausen, Fleischereifachverkäuferin Ann-Kathrin Schneider aus Mössingen, Glaser Robin Stoll aus Ammerbuch, Malerin Stefanie Bongermino aus Rottenburg, Anlagenmechaniker Sanitär und Heizung Robin Zug aus Hirrlingen, Schreiner Johannes Witschard-Vogel aus Tübingen, Stuckateur Zoltan Boros aus Rottenburg und Zimmerer Paul Weiler aus Tübingen. /Bild: Franke


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16.10.2017 - 01:00 Uhr