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Mössinger Generalstreik

Positive Haltung

Wie umgehen mit dem Mössinger Generalstreik von 1933? Dieses Thema wird kontrovers diskutiert.

23.05.2012

Inakzeptabel sind alle Versuche, die Streikenden von 1933 zu diskreditieren. Ist es so schwer zu begreifen, was das Anliegen der widerständigen Arbeiterinnen und Arbeiter 1933 war: nämlich die Republik zu verteidigen? Spätestens seit 1945 – also auch heute – sollte Konsens sein, dass jeglicher Widerstand gegen das Nazi-Regime gerechtfertigt war.

Nichts gegen neue wissenschaftliche Untersuchungen, aber wer für 5400 Euro Geschichte umschreiben möchte, dem geht es nur um ein billiges Ablenkungsmanöver. Solche Umdeutungen der Geschichte können faschistoiden Tendenzen in der Gesellschaft Vorschub leisten. Das rückwärtsgewandte Vorhaben der Mehrheit des Mössinger Gemeinderats ist umso peinlicher angesichts der Aktivitäten neofaschistischer Gruppen und der Existenz einer Nazi-Terror-Gruppe, der mindestens neun Morde anzulasten sind.

Die Kreisvereinigung Tübingen-Mössingen der VVN-BdA fordert die Ehrenbürgerwürde für Jakob Stotz in Mössingen. Die Stadt sollte – endlich – eine positive Haltung zum mutigen Widerstand gegen die Nazis einnehmen und ihn als Verpflichtung für die Gegenwart ansehen. Ein deutliches Zeichen des Umdenkens wäre es, wenn zum 80. Jahrestag des Generalsstreiks weitere Straßen und Plätze in Mössingen nach den Streikenden von 1933 benannt werden. Es gibt nicht viele Orte in Deutschland, wo ,ganz normale Menschen’ bereits zu Anfang der Naziherrschaft Widerstand geleistet haben: so früh wie in Mössingen bekanntlich sonst nirgendwo.

Für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisvereinigung Tübingen-Mössingen: Ute Zapf, Peter Krebs, Christian Harde, Tübingen

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23.05.2012, 12:00 Uhr

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