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Schöne Arbeitswelt

Pop-Art fürs Büro

Mit innovativen Büroeinrichtungen und anspruchsvollen Wohnobjekten und -konzepten ist die Meinlschmidt-Gruppe mit Hauptsitz in Balingen seit 39 Jahren auf Wachstumskurs. Sieben Standorte zwischen Stuttgart und der Bodenseeregion schaffen Nähe zum Kunden, von der Privatperson bis zum europäischen Großkonzern. Seit fünf Jahren ergänzt die Meinlschmidt-Galerie die Welt von Design und Funktion mit Kunst. Ein Konzept, das ankommt und überzeugt.

23.06.2017
  • TEXT: Evi Miller|FOTOS: Unternehmen

Schallgedämpfte Rückzugsorte, höhenverstellbare Schreibtische, ebenso repräsentative wie funktionale Bürokonzepte – dazwischen schweift der Blick beim Gang durch die Unternehmensräume der Meinlschmidt-Gruppe in Balingen immer mal wieder an die Wand: Bunt und lebensfroh zum Beispiel die Porträts von Marilyn Monroe und Jim Morrison von James Francis Gill, einer der letzten noch lebenden US-amerikanischen Pop Art Künstler der ersten Stunde. Abstrakt-expressionistisch der amerikanische Künstler Todd Williamson. Günther Ueckers Seriengrafien „Huldigung an Hafez“ sind dagegen gut geschützt in einer handbemalten Holzkassette.

„Kunst ist was tolles, es ist eine andere Welt“, schwärmt Geschäftsführer Walter Meinlschmidt. Früher war Kunst für ihn Hobby. Nach Fertigstellung des Firmengebäudes vor fünf Jahren, brachten ihn die vielen Wände auf die Idee, eine Galerie zu gründen. „Kunst und Design gehören eng zusammen“, sagt er. Das Konzept kommt bei den Kunden an. Schließlich ist Walter Meinlschmidt auch Geschäftsmann und macht das, was er macht mit professionellem Anspruch. Anfang Mai präsentierte er die James Francis Gill Ausstellung im M|U|C|A (Museum of Urban and Contemporary Art) in München. Ein Künstler von internationalem Renommee ist auch Marc Ferrero, der im März mit der Ausstellung „Storytelling Art Revolution“ die bunte Welt nach Balingen brachte.

Gegründet wurde das Unternehmen 1978 von Walter Meinlschmidt senior, damals mit nur einer Mitarbeiterin. „Nächstes Jahr werden wir 40 Jahre alt, und das bedeutet viel in dieser Branche“, sagt Walter Meinlschmidt junior mit Stolz. Heute sind 33 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, bei einem Umsatz von 13 Millionen Euro. Walter Meinlschmidt ist 1990 in das väterliche Unternehmen eingestiegen. 1995 hat er die erste Niederlassung in Tübingen auf dem ehemaligen Schweickhardt-Gelände gegründet. Fünf Jahre später folgte der Umzug ins erste Gebäude des TTR in Kusterdingen an der B28 zwischen Reutlingen und Tübingen. Es folgten weitere Niederlassungen in Stuttgart, im Hegau Tower in Singen und Böblingen. 2010 fusionierte Meinlschmidt mit dem Traditionsunternehmen Fricker in Radolfszell, 2016 übernahm Meinlschmidt den Büroplaner und -einrichter Büro & Objekt in Freiburg. „Die Übernahmen bedeuten für unser Unternehmen vor allem Steigerung der Effizienz und ein Nutzen der Synergieeffekte. Letztendlich geht es immer darum, die Qualität der Dienstleistung gegenüber unseren Kunden zu optimieren“, erklärt Meinlschmidt.

Vor fünf Jahren wurde das neue Firmengebäude in Balingen im Hauptwasen 6 mit einer Ausstellungsfläche von 1000 Quadratmeter gebaut, 2015 folgte die Outlet-Halle mit 600 Quadratmetern. 2014 eröffnete in der Stadtmitte von Balingen Living Lab Schöner Wohnen für moderne Wohneinrichtungen in allen Bereichen: Schlafen, Essen, Wohnen, Flurbereiche, Küche und Accessoires. Auch hier sieht der Firmenchef eine tolle Abrundung zu den Bürokonzepten. „Es gibt Synergien auf beiden Seiten“.

Das Erfolgsrezept: Sehr gute Qualität und führende Marken, aber vor allem auch eine sehr persönliche und individuelle Beratung, Spezialwissen, und das Hineindenken in die Situation des jeweiligen Kunden. „Jedes Projekt wird behandelt als wäre es unser eigenes.“

Die eigene Planungsfirma „office vision“ setzt die Wohnraum- und Bürokonzepte um und verfügt als Mitglied einer starken Unternehmensgruppe über eine leistungsfähige Lieferkette. Bei allem was office vision plant, steht der Einfluss des Büros auf die Leistung und Motivation der Mitarbeiter im Vordergrund. „Wir stellen Fragen“, sagt Meinlschmidt: „Wer kommuniziert mit wem wie lange? Wer hat welche Aufgaben? Wie hängen die Bereiche miteinander zusammen?“

Nur so können die Arbeitsplätze optimal auf die Mitarbeiter und deren jeweilige Arbeitssituation abgestimmt werden. Das kann auch bedeuten, dass 15 Verkäufer vielleicht nur fünf Arbeitsplätze brauchen, vielleicht reichen auch Kurzzeitarbeitsplätze, sogenannte Touch-Downs. Vielleicht sind auch Open-Space-Raumlösungen mit Rückzugsinseln sinnvoll, zum Beispiel einem Alcove, was soviel bedeutet wie der „kleinster Konferenzraum der Welt“. Letztendlich geht es immer um die Frage „Wie richte ich mein Büro ein, damit ich erfolgreich arbeiten kann?“ Dahinter steckt viel mehr als ein schicker Schreibtisch mit Computer und bequemen Stuhl.

Bei der Frage nach Referenzobjekten fällt dem Firmenchef die Auswahl schwer. Ein großes Projekt war die Ausstattung des Neubaus von Hahn und Kolb in Ludwigsburg mit 300 Arbeitsplätzen, nicht alltäglich auch die Ausstattung der 48 Meter Superjacht „Australis“ eines russischen Oligarchen. Emotional war für den Fußballfan Meinlschmidt die Ausstattung des Fußballstadions in Hoffenheim mit allen Bereichen außer den Sitzplätzen für Zuschauer im Stadion. In Tübingen war Meinlschmidt zum Beispiel bei der Ausstattung des Sparkassen Carré in der Mühlbachäckerstraße mitbeteiligt.

Wie werden unsere Büros in Zukunft aussehen? „Das digitale Zeitalter wird weiter fortschreiten. Arbeitsplätze werden erkennen, wer daran arbeitet und sich darauf einstellen“, sagt Meinlschmidt. „Der Arbeitsplatz fährt dann automatisch in die richtige Höhe, das Licht geht an und alles passt.“ Sogar der Computer könnte in zehn Jahren verschwinden, glaubt Meinlschmidt und verweist auf aktuelle Forschungen des Fraunhofer Instituts mit digitalen Tapeten, die von einem mit Sensoren besetzten Handschuh bedient werden. Eins ist jedenfalls jetzt schon klar: Der Abschied von der Maus wird dann leichter fallen als vom modernen Schreibtisch.

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23.06.2017, 08:30 Uhr
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