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Festnahmen nach Todesschüssen

Polizei spürt zwei Verdächtige im Westerwald auf

Nach dem Schusswechsel in Neu-Ulm, bei dem der Chef einer Sicherheitsfirma starb, sind zwei weitere Verdächtige festgenommen worden. Gegen die Männer wurden Untersuchungs-Haftbefehle erlassen.

24.12.2012
  • von HANS-ULI THIERER

Neu-Ulm Es scheint, als könne der Fall, bei dem am dritten Advent der Chef einer Ulmer Sicherheitsfirma getötet worden war, rasch aufgeklärt werden. Kurz nach der Tat war ein 26-Jähriger gestellt worden. Am Freitag gingen der Polizei zwei weitere Männer ins Netz; gegen sie hatte die Staatsanwaltschaft nach der Schießerei am 16. Dezember internationale Haftbefehle erlassen.

Spezialkräfte des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz hatten das Duo in einer Wohnung im Westerwald festgenommen. Dorthin hatten sich die Männer nach der blutigen Schießerei abgesetzt. Sie wurden am Samstag dem Haftrichter vorgeführt. Er erließ Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts eines "gemeinschaftlich begangenen Tötungsdelikts".

Beim dingfest gemachten Trio handelt es sich nach Informationen der SÜDWEST PRESSE um ein Brüderpaar - 26 und 21 Jahre alt - aus Albanien sowie um einen Mann aus Serbien. Alle drei leben in Deutschland und gingen, wie gut unterrichtete Kreise wissen, geordneten Beschäftigungsverhältnissen nach. So soll sich einer auf die Kfz-Meisterprüfung vorbereitet haben, ein anderer Student sein. Daneben soll es ein zweites Leben im Rockermilieu geben. Rocker lieferten sich erbitterte Auseinandersetzungen mit privaten Sicherheitsfirmen um die Hoheit an den Zugängen zu Diskos und Nachtlokalen in Ulm und Neu-Ulm, sagen Insider.

Hat dieser Konflikt ums Türstehen den 31 Jahre alten Alleininhaber des Sicherheitsbetriebs das Leben gekostet? Er war erschossen worden, ein zehn Jahre älterer Begleiter schwerst verletzt worden. Der Getötete ist auf dem Neu-Ulmer Friedhof im Beisein hunderter Trauergäste beerdigt worden. Viele renommierte Firmen in beiden Städten haben mit dem Security-Betrieb zusammen gearbeitet. Als Unternehmer wird der Getötete als freundlich, korrekt und zuverlässig geschildert. Wie es mit der Firma weitergeht, ist unklar.

Die Polizei hat inzwischen auch das Fahrzeug, mit dem die Täter geflohen waren, in Neu-Ulm gefunden. Die Waffe, aus der die tödlichen Schüsse abgefeuert worden war, fehlt. Das Landeskriminalamt Bayern werte Spuren aus, Ergebnisse gebe es noch nicht, hieß es.

Polizei spürt zwei Verdächtige im Westerwald auf
Der Tatort in einem Industriegebiet der Ulmer Nachbarstadt Neu-Ulm: Beim Streit um Türsteherdienste starb der Chef einer Sicherheitsfirma. Foto: Ralf Zwiebler

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24.12.2012, 12:00 Uhr
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