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Oh Boy

Oh Boy

Die schwarz-weiße Tragikomödie folgt mit Anklängen an die Nouvelle vague einem Tagträumer auf Streifzügen durch Berlin.

Jetzt im Kino: Gewinner des Deutschen Filmpreises - 5 Lolas für "Oh Boy"

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Jetzt im Kino: Gewinner des Deutschen Filmpreises - 5 Lolas für "Oh Boy" --

02:10 min

Deutschland

Regie: Jan Ole Gerster
Mit: Tom Schilling, Marc Hosemann, Friederike Kempter, Justus von Dohnányi

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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06.11.2012
  • Klaus-Peter Eichele

Siehe auch: Schwarz-weiß ist Trumpf - "Oh Boy" räumt bei der Lola-Verleihung ab

Ein Generationsporträt wurde der Debütfilm von Jan Ole Gerster verschiedentlich genannt. Aber welche real existierende Generation soll denn gemeint sein mit diesem von Tom Schilling gespielten "Boy", der sein Studium hingeschmissen hat, keiner geregelten Arbeit nachgeht und sich den ganzen Tag ziellos herumtreiben lässt? Klar gibt es solche verpeilten Typen auch in der Wirklichkeit, ihre wahre Domäne ist aber das Kino: François Truffauts Alter-Ego-Figur Antoine Doinel lässt grüßen und natürlich die Herumhänger in Jim Jarmuschs famosem Erstling "Stranger Than Paradise".

Auch stilistisch dimmt Regisseur den Gegenwartsbezug herunter. In den spröden Schwarz-weiß-Aufnahmen ähnelt Berlin mehr dem Paris von "Außer Atem" als der deutschen Hauptstadt. Statt zeit- und stadtgemäßen Elektroniksounds unterspült vorgestriger Jazz die Handlung. Aber was heißt schon Handlung? Der Film begleitet den Nichtsnutz Niko 24 Stunden lang auf seinem Streifzug durch die Metropole, die sich, ohne dass der Endzwanziger darüber groß in Wallung geraten würde, als feindliches Gebiet entpuppt. Ständig gerät er in bizarre Alltags-Situationen, die ihn noch ein Stück tiefer hinunterziehen. Beim Idiotentest wegen Trunkenheit wird er von einem sadistischen Psychologen zusammengefaltet. Eine Betteltour zu seinem Vater, einem kraftstrotzenden Erfolgsmenschen, gerät zu einem demütigenden Fiasko. Zuweilen weiß sich der Loser aber auch zu wehren, wenn er den Fahrschein-Kontrolleuren in der U-Bahn einen Knoten ins Gehirn redet. Nebenbei nutzt Regisseur Gerster doch auch die Gelegenheit, Zeitphänomene aufs Korn zu nehmen: den typisch deutschen Nazikitschfilm "nach einer wahren Begebenheit" oder den esoterischen Performance-Müll Berliner Kleintheater.

Zwar sind die meisten dieser Episoden austauschbar kabarettistischer Art, eine psychologische Entwicklung des Helden ist weit und breit nicht in Sicht; zusammengehalten werden sie aber vom brillant unauffälligen Spiel Tom Schillings, der jede Unbill und jeden Nackenschlag mit dem unerschütterlichen Gleichmut eines Buster Keaton über sich ergehen lässt. Und wie bei Keaton ist diese geballte Tragik vor allem eins: zum Schreien komisch.

Wer hätte gedacht, dass wir mal einen deutschen Jarmusch kriegen. Bitte mehr davon.

Spielplan

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06.11.2012, 12:00 Uhr | geändert: 23.10.2013, 12:00 Uhr

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15.02.2013

12:00 Uhr

micha schrieb:

überraschend guter, eindrücklicher Film. Geheimtipp!!!



27.01.2013

12:00 Uhr

Radler schrieb:

Auf mich hat das meiste doch eher tragisch gewirkt als "zum Schreien komisch". Insofern fand ich diesen Film etwas Bedrückend.



 
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JOHN WICK wird im Film auch Jonathan gennat oder Abgesandter des Todes. JOHN WICK weigert sich, eine Schuldmünze zu begleichen. Das verstößt gegen die Regeln. Und Regeln sind dazu da, dass sie eingehalten werden. Deshalb wird ihm gleich mal das Haus abgefackelt und ein Photo von JOHN WICK und seiner verstorbenen Frau. JOHN WICK ist jetzt doch bereit, die Schuldmünze zu begleichen. JOHN WICk ist unzufrieden mit der Gesamtsituation. JOHN WICK beschließt alle Bösen per Kopfschuss zu töten. Am liebsten schießt JOHN WICK wehrlos auf dem Boden liegenden Männern in den Kopf. Aber mit den Frauen hat er es auch nicht so. Drei von ihnen werden übelst zugerichtet. Eine legt sich eben mal die Pulsadern frei, als sie merkt, dass JOHN WICK in der Nähe ist. Trotzdem kriegt sie eine Kugel in den Kopf. Der Sicherheit halber. JOHN WICK macht keine halben Sachen. Gesamteindruck: Eintönig.
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