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Sprayer angezeigt

OB: Rechte Schmierereien nicht geduldet

Strafanzeige hat die Stadt Mössingen gegen die unbekannten Sprayer erstattet, die in der Bahnhofsunterführung in großen Lettern „80 Jahre Generalstreik“ auf die Fliesen gesprüht hatten.

27.02.2013
  • von bau

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Mössingen. Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung das linke Graffito entfernen lassen; rechte Schmierereien blieben aber zunächst stehen. In einer Erklärung am Schluss der Haushaltssitzung vom Montag kritisierte Mössingens Oberbürgermeister Michael Bulander den nach seiner Ansicht „sehr tendenziösen Bericht“ in unserer Zeitung über die Entfernung des riesigen Schriftzugs (wir berichteten).

Bei diesem Graffito – und sei es auch noch so schön – handle es sich um Sachbeschädigung, um eine Straftat, so der OB. „Hier wurde öffentliches Eigentum beschädigt.“ Man habe deshalb auch Strafantrag gegen unbekannt gestellt. „Es war von Anfang an klar, dass dieses Graffito entfernt wird“, betonte Bulander. Verschiedene Personen hätten sich bei der Stadtverwaltung beschwert. Aber man sei keineswegs „auf Zuruf“ tätig geworden – sondern habe erst abgewartet, ein Angebot eingeholt. Den Vorwurf, er würde rechte Schmierereien dulden, „weise ich entschieden zurück“, so Bulander.

Warum blieben die rechten Graffiti zunächst stehen?, fragte SPD-Stadträtin Rita Pehlke-Seidel. Das könne er nicht erklären, sagte Bulander. Aber die seien auch „nicht so eindeutig, dass man sie gleich als rechte Graffiti erkennen kann“. Der Generalstreik-Schriftzug „war einfach ein großes Graffiti – wir müssen beziffern, wie hoch der Schaden ist“, erklärte Stadtbaudirektor Gebhard Koll. Deshalb habe man ein Angebot durch einen Malerbetrieb eingeholt, „der muss das überstreichen“. Dass auch die anderen Graffiti wegkommen, „war klar“.

Wurde auch Strafanzeige gegen rechts gestellt? Das habe man bei größeren Schmierereien, etwa in Talheim, umgehend getan, so Bulander. Man könne aber nicht „wegen jedem kleinen Hakenkreuz“ Strafanzeige stellen, auch nicht wegen jedem Antifa-Aufkleber.

Den Hinweis von Pehlke-Seidel, dass der Generalstreik-Schriftzug eine „jugendgemäße Reaktion“ auf rechte Schmierereien war, eigentlich ein schönes Graffito und so etwas auch hätte legal angebracht werden können, gab Bulander gleich an die Adresse der Sprayer weiter: „Die hätten ja nachfragen können, da hätten wir durchaus mal zulassen können, dass sowas gesprayt wird.“

OB: Rechte Schmierereien nicht geduldet
So sah das Graffito in der Bahnhofsunterführung aus.

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27.02.2013, 12:00 Uhr

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