Der Ex-Tübinger Rainer Betz sucht Kontakte zu seinen einstigen Mit-Kindergartenkindern der Nachkriegsjahre

Nur fröhliche Gesichter im Rapp-Kindergarten

Tübingen. Es mag ein Jahr, es mögen auch zwei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen sein, als dieses Bild vom „Rapp-Kindergarten“ in Tübingen entstand. So genau weiß das Rainer Betz (ganz oben, Vierter von links) nicht mehr. Der mittlerweile 72-Jährige lebt seit Jahren auf Korsika und sucht Kontakt zu ehemaligen Mit-Kindergartenkindern (der Rapp-Kindergarten feierte übrigens im Juni 2007 seinen 100. Geburtstag).

Nur fröhliche Gesichter im Rapp-Kindergarten

Die „Endklässler“ des evangelischen Kindergartens in der Rappstraße unternahmen im letzten Jahr vor der Einschulung eine Wanderung zur Wurmlinger Kapelle, erinnert sich Rainer Betz – auf dem Hinweg ging’s am Bismarckturm vorbei durch den Wald, zurück durchs Ammertal.

Rainer Betz hat aber noch ein zweites Bild mitgeschickt. Es zeigt den Vater Karl Friedrich Betz im Tübinger Schlachthof, vermutlich wurde das Foto am Tag der Gesellenprüfung gemacht. Die Familie Betz war eine alteingesessene Tübinger Metzgerfamilie.

Schon der Ururgroßvater Karl Georg war Metzgermeister, ebenso Urgroßvater Carl Gottlieb. Großvater Karl Betz eröffnete dann in den 1920er Jahren durch den Verkauf der Gaststätte „Lenzei“ am Haagtor seine Metzgerei in der Gerstenmühlstraße 7, in der Vater Karl Friedrich mitarbeitete. Mitte der 1960er Jahre übergab er die Metzgerei an Werner Deiss. Er führte sie bis 1998, bis 2006 verkaufte dort Reiner Balm Wurst und Fleisch.

Rainer Betz zog bereits 1953 mit seiner Mutter und seinem Stiefvater nach Frankreich, machte dort Abi und wurde Volksschullehrer. Doch er kam auch wieder nach Tübingen. In der Hindenburgkaserne leistete er seinen Militärdienst ab. Für die Direction Enseignement Français en Allemagne (Defa) war er später in Baden-Baden-Oos tätig und kümmerte sich um den Französisch-Unterricht in französischen Schulen für Kinder der französischen Streitkräfte in der Bundesrepublik und in Berlin.

Wer sich an den Vater Karl Friedrich Betz noch erinnert, oder sich auf dem Bild des Rapp-Kindergartens wiedererkennt und gerne Kontakt mit Rainer Betz aufnehmen will, kann sich an die TAGBLATT-Redaktion oder an zeit-zeugnisse@zeit-zeugnisse.de wenden. Wir geben die Informationen dann weiter.

ede/Bild: privat


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13.02.2015 - 12:00 Uhr