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Nocturnal Animals

Nocturnal Animals

Edelthriller um eine Frau (Amy Adams), die der Debüt-Roman ihres Ex-Manns (Jake Gyllenhaal) in psychische Abgründe führt.

Nocturnal Animals

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USA 2016

Regie: Tom Ford
Mit: Amy Adams, Jake Gyllenhaal, Michael Shannon

117 Min. - ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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23.12.2016
  • Dorothee Hermann

Die angesagte Galeristin Susan Morrow (Oscar-verdächtig brillant: Amy Adams) lebt in einer dieser superteuren, reduzierten Hochglanz-Umgebungen, aus der alle Spuren menschlicher Kreatürlichkeit getilgt scheinen.

Anfangs deutet nur der Filmtitel eine latent bedrohliche Nachtseite an. Die scheinbar harmlose Erläuterung: Ihr Ex-Mann Edward (Jake Gyllenhaal) hatte Susan einmal so bezeichnet, als nachtaktives Tierchen.

Zwanzig Jahre später beginnt Susans chronische Schlaflosigkeit, sie zu zermürben. Ihr schnöseliger Zweitgatte Hutton (Armie Hammer) macht sich zunehmend rar. Da erreicht sie ein Romanmanuskript ihres Ex-Mannes: „Nocturnal Animals“, und mit dem Text die ganze Wucht des Verdrängten.

Die zunehmend vereinsamte Susan (nur noch durch hilflose Klammer-Anrufe mit Mann und Tochter verbunden) verliert sich in dem Buch, das sich in einer Parallelhandlung vor dem Zuschauer entfaltet.

Dabei weiß man nie so genau, was (literarische) Fiktion ist, und was Susans Phantasien, Projektionen oder Erinnerungen zuzuschreiben ist, so fließend gehen beide Welten ineinander über. Es ist, als würde die Lektüre der coolen Kunstmanagerin Schicht für Schicht alle Masken abziehen, die sie sich im Laufe ihres Lebens als Selbstschutz zugelegt hat.

Dasselbe gilt für den tragischen Protagonisten des Buches: Uni-Professor Tony Hastings (ebenfalls Jake Gyllenhaal) fährt mit Frau und Teenie-Tochter durch die texanische Nacht. Das Gefühl der Befreiung in der menschenleeren Weite weicht bald dem Horror, einer Gang von Kriminellen ausgeliefert zu sein. Als nach einer gefühlten Ewigkeit doch noch ein einsamer Cop (Michael Shannon) auftaucht, steht er seltsam starr und distanziert in der Szenerie, in der das Gesetz keine Rolle mehr spielt.

Das Meisterwerk von US-Regisseur Tom Ford („A Single Man“) lässt nur dann eine Atempause zu, wenn Susan das Buch abrupt zuklappt und man gewissermaßen wieder zurück in der Realität ist – deren trügerisch glatte Oberflächen der an sich selbst zweifelnden Erfolgslady nur die eigene Leere zurückspiegeln. Hinter den Glaswänden ihrer dezent ausgeleuchteten Villa gäbe sie ein ideales Ziel ab.

 

Perfekt komponierter Thriller, der bei aller Härte die Fragilität des menschlichen Lebens durchschimmern lässt.

Spielplan
Reutlingen , Kamino
Sa,
25.02
22:45

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23.12.2016, 19:58 Uhr

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08.01.2017

10:37 Uhr

Elli Emann schrieb:

Ein klasse Film ! Sehr amerikanisch (speziell die Landschafts- und Architekturaufnahmen), sehr bizarr, die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt zunehmend. Dadurch, dass die Rollen des realen Lebens und der gespielten Romanhandlung von denselben Schauspielern gespielt werden, wirkt alles besonders eindringlich.



 
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I like that comment "Denzel Washington redet einfach zu viel"! Das bringt das Problem mit diesem Schauspieler auf einen Punkt. Die Filme, die er macht, hören sich spannend an, sind aber stinklangweilig und viel zu lang und außerdem redet der Denzel die ganze Zeit. Ich habe den Film gesehen mit dem Zug, der sich selbstständig macht (gähnend langweilig), mit dem Piloten, der alkoholisiert fliegt (nach dem Film haben wir uns dumm angeschaut und uns gefragt, wer die blöde Idee hatte, in diesen Film zu gehen). Diesen Film werde ich mir NICHT anschauen, der wirkt schon so holzschnitzartig, dass mir der Trailer reicht. Außerdem finde ich blöd, dass Denzel Washington als privelegierter Mensch das Rassissmusproblem immer unter den Teppich kehrt, nach dem Motto: Leute werden immer und überall benachteiligt, da braucht sich keiner so anzustellen..
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