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Ravensburg

Neues Projekt soll die Schussen sauberer machen

In Kläranlagen an der Schussen testen Wissenschaftler neue Technologien, um Keime und Arzneimittelrückstände aus dem Abwasser zu entfernen.

29.02.2012
  • RAIMUND WEIBLE

Ravensburg Am Bodenseezufluss Schussen beginnt ein Forschungsprojekt, in dem Wissenschaftler neue Verfahren erproben, um Mikro-Schadstoffe und Krankheitserreger aus dem Abwasser zu filtern. Dadurch soll sich die Wasserqualität des 62 Kilometer langen Flusses verbessern. Auch geht es darum, den Schadstoffeintrag in den Bodensee zu verringern, der Trinkwasser für 4,5 Millionen Menschen liefert. Parallel dazu überprüfen Wissenschaftler den Effekt der Technik auf das Gewässer. Ingenieur Klaus Jedele sagte, man handele nach dem Vorsorgeprinzip. Es sollten möglichst viele Mikro-Schadstoffe schon im Klärwerk entfernt werden und nicht erst in der Trinkwasseraufbereitung.

Das Vorhaben ist auf drei Jahre angelegt. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt mit 2,3 Millionen Euro, das Land gibt 240 000 Euro dazu. "Wir sind gespannt, wie die Versuche ausgehen", sagt die Projektleiterin Rita Triebskorn. Die Professorin für Physiologische Ökologie der Tiere an der Universität Tübingen hält den Ansatz für vielversprechend. Baudirektor Hans-Joachim Vogel vom Regierungspräsidium Tübingen sagte, das Projekt werde in der Fachwelt als bedeutend angesehen. Noch nie seien im großtechnischen Maßstab Versuche unternommen worden, Spurenstoffe zu eliminieren.

Konventionelle Kläranlagen vermögen keine Mikro-Schadstoffe und Keime aus dem Abwasser zu filtern. Solche Schadstoffe, von denen etwa 50 in der Schussen nachgewiesen wurden, können sich negativ auf die Lebewesen auswirken. Beispielsweise schädigen sie das Erbgut und das Nervensystem. Hormonell wirksame Verbindungen verringern die Fruchtbarkeit. Bei den Klärversuchen setzen die Techniker Pulveraktivkohle und granulierte Aktivkohle ein.

Neues Projekt soll die Schussen sauberer machen
Auf der Jagd nach den Spurenstoffen im Klärwasser: Rita Triebskorn.

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29.02.2012, 12:00 Uhr
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