Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kulturdenkmal · Der Schwanen hat neue Schwingen

Nach zwei Jahren Umbau und Renovierung wurde der Schwanen am Wochenende wiedereröffnet

Schnieke und kein bisschen schnöde kommt er daher: Der „Schwanen“, das unter Denkmalschutz stehende Traditionsgasthaus in Nehrens Dorfmitte.

09.10.2017
  • Amancay Kappeller
Nach zwei Jahren Umbau und Renovierung wurde der Schwanen am Wochenende wiedereröffnet

Das ganze Wochenende über herrschte Feststimmung bei den Bürgern: Nach der offiziellen Wiedereröffnung am Freitagabend strömten auch am Samstag und Sonntag massenweise Besucher in Saal und Hotelzimmer, um sich umzuschauen. Zwei Jahre lang wurde umgebaut.

„Ein Träumle in Holz“, schwärmte eine ältere Mössingerin nach der Besichtigung der sechs individuell gestalteten Zimmer. Jedes steht dabei unter einem anderen Motto. Die Wand von „Zum Wulle“ ziert ein Mann mit Bierkrug in der Hand. Da gibt es das „Als-Ob“-Zimmer, „Das Fachwerk“ und „Ins Kirschenfeld“, außerdem „Zum Schwan“ und „Zur dicken Eiche“. Die Wände der beiden letzten Räume wurden von Bettina Casabianca bemalt: Mit einem Schwan, der anmutig die Schwingen ausbreitet.

Das Gasthaus bleibt im Dorf

Fast bis auf den letzten Platz besetzt war das neben dem Schwanen aufgestellte Zelt am Freitagabend beim Festakt zur Eröffnung. Launig durchs Programm führten die Comedians Harry Kienzler und Jakob Nacken. Zu Wort kommen ließ das aus dem Stegreif reimende und singende Duo dabei auch Gäste – unter anderem den „Blitzschutzanlageninstallateur“ vom Schwanen. Zunächst begrüßte Bürgermeister Egon Betz alle Anwesenden – darunter auch die Mitglieder des Bundestags Annette Widmann-Mauz (CDU), Martin Rosemann und Nils Schmid (beide SPD).

Betz dankte unter anderem dem Gemeinderat, der das Projekt erst ermöglicht habe; dem verantwortlichen Architekten Andreas Hartmaier, der „mit diesem Arrangement einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird“; außerdem der Genossenschaft und den vielen engagierten Bürgern, die beim Umbau des Gasthauses unermüdlich mitgeholfen haben – insbesondere Kai Schreckenbach und Christian Kleiner. „Viele sagten, es geht nicht. Da kamen einige und haben es einfach gemacht“, blickte der Nehrener Rathauschef zurück. „Heute haben sie ihr Ziel erreicht: Das Gasthaus bleibt im Dorf.“ Ministerialdirektorin Grit Puchan, wohnhaft in Nehren, bezeichnete den Schwanen als Vorbildprojekt, von dem sie sicher sei, dass es zur Erfolgsgeschichte werde. „Nehren kann stolz sein auf das, was geschaffen wurde.“ Wegen des vorbildlichen bürgerschaftlichen Engagements sei Nehren sogar Thema im Kabinett gewesen.

Auch Regierungsvizepräsident Utz Remlinger lobte den Einsatz der Bürger; diese haben sich den Betrieb des Schwanen auf die Fahnen geschrieben. Hans-Erich Meßner, Erster Landesbeamter, bezeichnete den Schwanen in Vertretung von Landrat Joachim Walter als „neues, zum Leben erwecktes Juwel“. Stolz dürften alle Beteiligten darauf sein, „ein Schmuckstück und offenes Haus für alle“ geschaffen zu haben. „Nehren ist und bleibt ein touristisches Kleinod, der Schwanen wird das Sahnehäubchen darauf.“

Begonnen habe alles mit einem Besuch der Nehrener Räte im Biosphärengebiet Schwäbische Alb vor mehr als fünf Jahren, sagte Architekt Andreas Hartmaier. Er stellte damals verschiedene Projekte vor. „Wir können alle miteinander stolz sein auf das gemeinsam erzielte Ergebnis.“ Mit den Worten „das Gasthaus liegt nun in Ihrer Hand“ übergab Betz einen gebackenen Schlüssel symbolisch an Leo Hasting, Vorsitzender der Bürgergenossenschaft. Die Gemeinde verpachtet den Gastronomiebetrieb bekanntlich an die Genossenschaft.

„Wir waren auf Hilfe von sehr vielen angewiesen und haben sie dankend angenommen“, sagte Hasting. Ganz besonders bedankte er sich bei denjenigen, die die Idee mit dem Schwanen hatten. Und bei den „80 bis 90 Bürgern“, die mehrere Tausend Stunden Arbeit in den Umbau steckten – vom Abbruch des Rotkreuzhäusle über den des Schwanenanbaus bis hin zum Abtragen von Tonnen von Bauschutt. „Wenn es einen Nobelpreis für bürgerschaftliches Engagement gäbe, würde ich diese Leute sofort vorschlagen.“ Die „Hülle“ gelte es nun mit Leben zu füllen. Mit „Kunst und Kommunalem und Ambiente“ solle dem Schwanen nun eine Seele gegeben werden.

Info Ab Mittwoch, 11. Oktober, kann man im Schwanen in Nehren einkehren. Auch das Hotel ist dann geöffnet. Infos unter www.schwanen-nehren.de.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

09.10.2017, 01:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
 
Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular