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Evolution mit Zwischenspiel

Musica Nova bringt multimediales Musiktheater in den Spitalhofsaal

Eine Mischung aus multimedialer Performance und anspruchsvoller zeitgenössischer Vokalkunst bietet „Sextuor: l’origine des espèces“ ein Musiktheater des griechischen Komponisten Georges Aperghis. Am Freitagabend wird das Werk – erstmalig in Deutschland – im Reutlinger Spitalhofsaal vom Vokal- und Instrumentallabor Stuttgart (VIL) aufgeführt.

19.03.2015
  • Bernhard Haage

Reutlingen. Mit VIL unter der Leitung von Frank Wörner und Videotechnik und Ausstattung von Annette Wolf hat die Reihe Musica nova ein äußerst interessantes Bühnenprojekt nach Reutlingen geholt.

Fünf ausgebildete Sängerinnen Alessia Park, Christie Finn, Natasha Kópez, Gabriela Lesch, Hanna Roos (alle Absolventinnen der Musikhochschule Stuttgart) und die Cellistin Esther Saladin werden das 1992 entstandene Werk aufführen, bei dem es letztlich um das Weibliche in der Evolutionsgeschichte geht.

Zum einen wird frei nach Darwin chronologisch die Entstehung der Arten thematisiert, zum anderen gibt es fünf Zwischenspiele, die Erfahrungsberichte von Frauen darstellen. Angesprochen werden die Themen Tod, Geburt, Aschenputtel, Entbindung und Liebe.

Komponist Aperghis bedient sich dabei der französischen Sprache (deutsche Übertitel werden auf eine Leinwand projiziert) und einer Pseudosprache wie sie vielleicht irgendwelchen Urtieren eigen war. So anspruchsvoll das Werk auch ist, letzteres bietet Platz für Humor. Der ist auch bei der Konzeption erkennbar, die durch eine nach und nach aufgebaute ländliche Idylle aus Spielzeugtieren, die seltsame – in der Regel grausame – Beziehung der Menschen zu den Tieren verklärt.

„Wir Menschen bauen uns immer eine schöne Welt, die wir auch unseren Kindern vermitteln“, sagt Regisseur Frank Wörner. Von der freilich können die Fabrikküken, die ebenfalls über die Leinwand flimmern, nur träumen. „Der Mensch hat noch nie Rücksicht genommen“, stellt Wörner nüchtern fest. Immerhin kann die Kunst thematisieren und Zeichen setzen. Stark, dass die Sängerinnen das äußerst schwierige Libretto von François Régnaut auch noch tänzerisch begleiten. In einer Choreographie der Finger und Hände entsteht vor den Augen der Zuschauer das Leben neu.

Nicht direkt etwas mit der Aufführung zu tun hat eine kurze Performance von Schüler(inne)n des Isolde-Kurz-Gymnasiums, die neben der Werkeinführung zu Beginn der rund 70-minütigen Veranstaltung gezeigt wird. Sie hat damit zu tun, dass Regisseur Wörner auch an die Schulen geht, um dort für Interesse an zeitgenössischem Musiktheater zu werben.

Info „Sextuor: l’origine des espèces“ von Georges Aperghis in einer Aufführung des VIL Stuttgart, Freitag, 20 Uhr im Reutlinger Spitalhofsaal.

Musica Nova bringt multimediales Musiktheater in den Spitalhofsaal
Betonung auf das Weibliche in der Evolutionsgeschichte: das Musiktheater„Sextuor: l’origine des espèces“.Bild: Faden

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19.03.2015, 12:00 Uhr
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