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Ravensburg/Hoßkirch

Mordprozess: Ehefrau getötet und Verkehrsunfall inszeniert

Er soll seine Ehefrau erwürgt und dann einen tödlichen Autounfall vorgetäuscht haben.

04.11.2017
  • dpa/lsw

Ravensburg/Hoßkirch. Ein 35-Jähriger aus Hoßkirch muss sich wegen Mordes vor dem Landgericht Ravensburg verantworten. Der Prozess beginnt laut «Schwäbischer Zeitung» am 9. November (9.30 Uhr). Wie Richter Franz Bernhard, der auch Pressesprecher des Landgerichts Ravensburg ist, der Zeitung erläutert, habe sich der Angeklagte bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. «Er sagt, er wisse nichts mehr.» Der Mann berufe sich dabei auf seine schweren Kopfverletzungen, die er hatte, als er in der Nähe der Leiche seiner Frau gefunden wurde.

Die 30-Jährige war von einem Spaziergänger tot auf dem Fahrersitz des Autos gefunden worden. Neben dem Wagen lag ihr schwer verletzter Ehemann ohne Bewusstsein. Eine Obduktion der 30-Jährigen hatte ergeben, dass die Frau gewürgt worden war und vermutlich erstickte.

Wie das Landgericht auf seiner Internetseite schreibt, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe vorliegt. Tatmotive sollen ein Trennungsstreit, eine außereheliche Beziehung des Angeklagten und anstehende Unterhalts- und Aufenthaltsregelungen für die gemeinsamen Kinder gewesen sein.

Einen tragischen Vorfall vorzutäuschen, um eine Straftat zu vertuschen - das versuchen Täter immer wieder. Vor dem Landgericht Ravensburg wurde erst Ende September ein 45-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte seine Ehefrau gewürgt, bis sie bewusstlos wurde, und dann im Heizungskeller aufgehängt.

In Münster wurde im vergangenen Jahr ein Mann nach einem Mord mit Hilfe eines Betonmischers zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte einen vermeintlichen Nebenbuhler bewusst damit angefahren und getötet. Das Opfer stand auf einem Grünstreifen und wollte seinen Hund ausführen.

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04.11.2017, 14:17 Uhr | geändert: 04.11.2017, 12:10 Uhr
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